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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Schwergewichte drücken vor US-Berichtssaison auf SMI

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 18:10 publiziert

Zürich (awp) - Die Schweizer Aktien sind am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Leitindex SMI blieb von Novartis und Nestlé belastet knapp hinter dem Schlussstand des Vortages zurück. Der um den Einfluss der Schwergewichte teilweise bereinigte SLI legte dagegen leicht zu. Insgesamt fehlten am Mittwoch kursbewegende Nachrichten. Auch konjunkturseitig kam kaum Bewegung in den Handel.
Der Markt habe in erster Linie die Kursavancen des Vortages verdaut, hiess es. Zudem sei der Handel im Vorfeld zum Start der Berichtssaison in den USA von Zurückhaltung geprägt gewesen und dementsprechend ruhig verlaufen. Nach US-Börsenschluss veröffentlicht der Aluminiumhersteller Alcoa traditionell als erstes Unternehmen den Quartalsbericht.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sank bis Börsenschluss um 0,27% auf 6'260,15 (Tagestiefst: 6'244,40) Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt um leichte 0,02% auf 966,64 Zähler dazu und der breite Swiss Performance Index (SPI) geht um 0,23% auf 5'405,34 Punkte zurück.
Novartis (-0,6%) und Nestlé (-0,6%) drückten auf den Gesamtmarkt. Bereits am Dienstagabend wurde bekannt, dass nebst anderen Pharmaherstellern auch die Novartis-Tochter Sandoz im Rahmen einer durch die EU-Kommission angeordnete Untersuchung inspiziert wurde. Die Wettbewerbshüter gehen davon aus, dass in der Branche unerlaubte Absprachen getroffen wurden.
Roche blieb dagegen von dieser Untersuchung verschont und die Genussscheine gewannen 0,3%. Gestützt haben dürfte auch die Nachricht, dass die japanische Roche-Tochter Chugai die Umsatz- und Gewinnprognose für 2009 erhöht hat.
Bei den Finanzaktien blieb das Lager ebenfalls zweigeteilt. Zu den Verlierern gehörten etwa UBS (-1,2%) oder Swiss Re (-0,6%). Auf der Gegenseite legten Julius Bär um 3,3% die abgespaltenen GAM gar um 4,7% zu. Am Markt war von einer Erholung die Rede.
Bei Julius Bär stiess aber auch die Akquisition des Schweizer Privatbanken-Geschäfts der niederländischen ING bei Analysten und Anlegern auf positive Resonanz. Als grosse Überraschung gelte die Transaktion jedoch nicht, weil der Bieterprozess seit Wochen Thema in den Medien gewesen sei, hiess es.
Ebenfalls stark zulegen konnten Clariant (+1,7%) und Syngenta (+1,3%). Clariant profitierte von einer positiven Analysten-Einschätzung. Bei Syngenta erwartet CEO Michael Mack in einem Zeitungsinterview zufolge für 2009 zwar kein Boomjahr, bleibt langfristig aber weiterhin optimistisch. Ausserdem hatten die Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/09 des Konkurrenten Monsanto keine negativen Überraschungen gebracht.
Fester gingen etwa auch SGS (+1,5%) aus dem Handel. Goldman Sachs hat die Einschätzung für den Warenprüfer auf "Neutral" von zuvor "Sell" angehoben.
Auf der Verliererseite büssten Petroplus 2,9% ein, nachdem UBS die Verkaufsempfehlung bestätigt hatte. Weiter sanken Logitech um 1,7% und ABB verloren 1,7%.
Die EU-Kommission büsst nach eigenen Angaben sechs Elektrokonzerne wegen illegaler Absprachen bei Transformatoren mit insgesamt 68 Mio EUR, darunter ABB mit 34 Mio EUR. ABB werde den Entscheid der EU bei vollständigem Eingang sorgfältig prüfen und danach über eventuelle Massnahmen entscheiden, hiess es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Im breiten Markt notierten AFG mit 0,2% etwas fester. Am Unternehmen wird einem Medienbericht zufolge wegen der nach einem Interview mit VRP und CEO Edgar Oehler entstandenen Unsicherheiten um die Einführung der Einheitsaktie Kritik laut.
Galenica kletterten um 2,9% in die Höhe. Helvea hatte die Kaufempfehlung erhöht. Ausserdem bestätigte Galenica-Chef Etienne Jornod im AWP-Interview die Gewinnprognose für das laufende Jahr.
mk/rt

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