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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: SMI rettet dank Roche und Banken knappes Plus

Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2010 - 18:15 publiziert

Zürich (awp) - Gestützt von Gewinnen bei den Grossbanken und den schwergewichteten Roche hat der SMI am Mittwoch ein knappes Plus in den Handelsschluss gerettet. Die übrigen Indizes in Europa schlossen durchweg im Minus und auch an der Wall Street war das Kurstableau recht rot gefärbt. Sorgen darüber, dass die weitere Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche nicht so kräftig ausfallen könnte wie erhofft, drückten auf die Stimmung, sagten Händler.
US-Konjunkturdaten brachten unterdessen keine klaren Impulse. So war zwar der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter überraschend deutlich angestiegen, ohne die schwankungsanfälligen Transportgüter ging er allerdings entgegen den Erwartungen zurück. Die Neubauverkäufe fielen derweil leicht besser aus, konnten die Stimmung aber auch nicht drehen.
Der Leitindex SMI schloss mit einem hauchdünnen Plus von 0,04% auf 6'479,21 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor hingegen 0,32% auf 1'001,97 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 0,06% auf 5'752,60 Punkte.
Allen voran gewannen Roche als Schwergewicht 1,8%. Am Markt ist von Branchenrotationen zugunsten des defensiven europäischen Pharmasektors die Rede. Diese wirken sich positiv auf die Kurse aus. Auch Novartis waren mit plus 0,4% unter den Gewinnern.
Unter den schwächeren Werten lagen Lonza nach einem Update zur Geschäftsentwicklung mit minus 2,6% nahe am Index-Ende. Händlern zufolge mangelte es an positiven Überraschungen, die Prognosesicherheit sei eingeschränkt und der Ausblick auf 2011 fehle.
Sonova (-3,0%) sackten noch deutlicher ab. Analysten sprachen zwar von soliden US-Hörgerätemarktdaten, die veröffentlicht worden waren. Im dritten Quartal zeigte sich insgesamt eine leichte Beschleunigung der Wachstumsdynamik. Allerdings schwächte sich der Trend im Geschäft mit US-Kriegsveteranen etwas ab. Auch Actelion (-2,4%) und Nobel Biocare (-2,9%) waren am Indexende zu finden, allerdings beide ohne Nachrichten.
Vor Zahlen büssten ABB 1,4% ein. Anleger hoffen insbesondere auf einen konkreten Ausblick. Auch Logitech rutschten vor den anstehenden Ergebnissen um 1,5% ab.
Zu den Gewinnern zählten neben den grossen Pharmawerten auch noch die Banken, die zuletzt unter Druck gekommen waren. CS gewannen 1,0%, UBS erholten sich trotz einer negativen Studie mit plus 0,5% ein wenig von ihren Vortagesverlusten von 5% in Reaktion auf die enttäuschend aufgenommenen Zahlen. Julius Bär retteten ein Plus von 0,1%. Ein Händler sprach von ersten mutigen Käufen. In Bankenkreisen werde eine zumindest leichte Belebung der Kundenaktivitäten im laufenden vierten Quartal erwartet.
Für ZFS ging es um 0,6% nach unten. Der Versicherer will sich am Aktienzeichnungs- und Kapitalerhöhungsprogramm der chinesischen Versicherung New China Life Insurance (NCI) beteiligen, um den derzeitigen Anteil an NCI von 20% beizubehalten.
Petroplus verloren 0,6%. Der Raffinerie-Betreiber schaltet die Anlage in Cressier als Folge der Streiks am französischen Mittelmeerhafen von Fos Sur Mer ab. Damit ist eine weitere Produktionsstätte des Unternehmens betroffen.
Im breiten Markt konnten Swissquote nach einem Zukauf um 6,0% zulegen. Der Online-Broker hat das Devisenhandelsunternehmen ACM Advanced Currency Markets AG (ACM) übernommen und damit sein Forex-Geschäft deutlich ausgebaut.
AMS verloren trotz überraschend gute Zahlen für das dritte Quartal 0,8%. Derweil büssten Bucher, nachdem bereits am Vortag während der Börsenzeiten leicht enttäuschende Umsatz- und Auftragseingangsdaten bekannt gemacht wurden, 0,6% ein.
Unterdessen hat das Luxus-Immobilienunternehmen Peach Property Group erste Details zum geplanten Börsengang an der SIX Swiss Exchange am 12. November bekannt gegeben. Die Preisspanne liegt zwischen 29 und 37 CHF je Aktie, das Unternehmen erwartet einen Nettoerlös aus dem Börsengang von 53 Mio CHF.
dm/ps

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