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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag den Abwärtstrend der gesamten Woche fortgesetzt und ist mit klar schwächeren Notierungen aus dem Handel gegangen. Dies ist damit die dritte Woche in Folge mit nachlassenden Kursen, womit der SMI seit dem Jahreshöchststand vom 21. Februar knapp 400 Punkte eingebüsst hat. Das verheerende Erdbeben in Japan habe die Börsen am Freitag weltweit belastet, eine Panik sei aber ausgeblieben, hiess es in Marktkreisen.
Für das insgesamt schwache Börsensentiment waren auch weiter die unsichere Lage in Nordafrika und im arabischen Raum (insbesondere in Saudi-Arabien) sowie die damit verbundene Sorge um die Ölförderung ein wichtiger Belastungsfaktor, auch wenn die Ölpreise am Freitag etwas zurückkamen. Kaum einen Einfluss hatten dagegen die am Nachmittag in den USA publizierten Konjunkturdaten zu den Lagerbeständen im Grosshandel und zum Konsumentenvertrauensindex der Uni Michigan, obwohl letzterer unerwartet schwach ausfiel.
Der Swiss Market Index (SMI) verlor 0,79% auf 6'353,76 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich damit ein klares Minus von 2,7%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsste 1,06% auf 1'017,43 Punkte ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,80% auf 5'763,76 Punkte.
Swiss Re (-3,5%) gingen wegen des Erdbegens in Japan als klarer Tagesverlierer aus dem Rennen, wobei der Kursrückgang zu Handelsbeginn deutlich höher gewesen war. Zwar sei es für die Industrie noch zu früh, um verlässliche Schätzungen zum Schadenausmass abzugeben, doch sei mit grösseren Belastungen zu rechnen, hiess es im Handel. Nach den Überschwemmungen in Australien und dem Erdbeben in Neuseeland ist die Katastrophe in Japan aber bereits das dritte grosse Naturkatastrophenereignis im noch jungen Jahr 2011. Swiss Re hatten bereits am Vortag unter den verhaltenen Geschäftsaussichten der Konkurrentin Munich Re gelitten.
Von den übrigen Versicherern im Bluechips-Tableau verloren Swiss Life (-2,2%) und ZFS (-2,4%) am meisten, wobei ZFS in Marktkreisen als potentieller Verlierer der Katastrophe in Japan bezeichnet wurden. Bâloise (-0,6%) hielten sich als nationaler ausgerichtetes Unternehmen um einiges besser.
Stärker unter Druck standen auch konjunktursensitive Aktien wie Swatch (-3,5%) und Richemont (-2,7%). Im breiten Mittelfeld verzeichneten Sonova (-1,9%), SGS (-1,7%) oder auch ABB (-1,7%) und Syngenta (-1,7%) überdurchschnittliche Verluste. Auf der Gegenseite profitierten Clariant (+1,2%) als einziger Titel mit positivem Vorzeichen von einer Kaufempfehlung der UBS.
Traditionsgemäss schlossen in diesem unsicheren Umfeld auch defensive Aktien besser ab als der Gesamtmarkt, so hielten sich Nestlé mit 51,60 CHF auf dem Schlussniveau des Vortages, während Roche lediglich 0,2% einbüssten. Vergleichsweise bescheiden waren auch die Abgaben in CS (-0,3%) und UBS (-0,4%). Und Geberit (-0,7%) landeten nach der schwachen Performance des Vortages im Zusammenhang mit den leicht enttäuschenden Jahreszahlen im breiten Mittelfeld.
Im breiten Markt brachen Schweiter nach Zahlen um 9,6% ein. Der Maschinenhersteller verfehlte teilweise die Erwartungen des Experten. Als Hauptgrund für die Kursverluste wurde in Analystenkreisen die enttäuschende Entwicklung in der Sparte 3A Composites angeführt.
Daneben hat noch eine ganze Reihe von Unternehmen Zahlen vorgelegt. Mobilezone (+1,9%), Winterthur Technologie (+0,3%) reagierten darauf unterschiedlich positiv, während Mikron (-1,6%) und vor allem Bachem (-3,8%) bachab geschickt wurden.
Ein Thema waren am Freitag auch die von der SIX Swiss Exchange angekündigten Änderungen im Indexreglement, die per Juli gelten. Vor allem Weatherford (+2,9%) könnten nach Einschätzung der ZKB davon betroffen sein. Neu gibt es ein Zusatzkriterium für Aktien mit mehreren Primärkotierungen, deren Umsätze an der SIX Swiss Exchange unter 50% ausmachen. Entsprechend könnte die anstehende Aufnahme der Aktien in den SLI nur von kurzer Dauer sein.
cf/uh

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