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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach gemischten US-Konjunkturdaten mit moderaten Verlusten geschlossen. "Die Daten wurden vom Markt mit einer Mischung aus Skepsis und einem Schuss Optimismus aufgenommen", kommentierte ein Händler. Allerdings schwebe über allem immer noch die Drohung einer "Double Dip"-Rezession und der Franken auf neuem Rekordhoch zum Euro belaste die Stimmung bei den exportorientierten Werten.
Die Hauspreise in den USA kletterten stärker als erwartet und auch das US-Verbrauchervertrauen stieg kräftiger als gedacht. Dies ist Händlern zufolge ein erster positiver Indikator für den am Freitag anstehenden wichtigen US-Arbeitsmarktbericht. Hingegen trübte sich der Einkaufsmanagerindex in der Region Chicago überraschend deutlich ein und verfehlte damit die Schätzungen. Insgesamt seien die Daten nicht mehr als ein kleiner Befreiungsschlag - ein schöner Tag im sonst eher verregneten Sommer, so ein weitere Marktexperte. "Was die Börse will, sind nachhaltig gute Daten. Die wird sie vorerst aber wohl nicht bekommen."
Der SMI schloss mit minus 0,39% auf 6'180,89 Zählern, nachdem der Leitindex zum Handelsstart noch bis auf 6'124,90 Zähler gefallen war. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,48% auf 936,02 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 0,32% auf 5'465,25 Punkte.
Gewinner gab es wenige - ganz vorne im SMI/SLI waren Givaudan mit plus 1,8% zu finden. Das Unternehmen hat sich nach der Integration von Quest und anlässlich einer Analystenkonferenz neu 5-Jahresziele gesetzt. Analysten beurteilen die Ziele als positiv, einige Experten halten sie für ambitioniert. Auf wenig Begeisterung stiessen am Markt einzig die grösstenteils im laufenden Jahr zu verbuchenden Restrukturierungskosten im Umfang von 75 Mio CHF.
Neben den Aktien des Aromen- und Riechstoffkonzerns standen noch die Titel von Kühne + Nagel mit 1,0% im Plus, UBS (+0,6%) hielten sich als einziger Finanzwert unter den Gewinnern. Auch Sonova (+0,5%) legten zu. Geberit (+0,1%) schlossen trotz einer Kurszielsenkung durch die UBS freundlich.
Am Indexende verloren Transocean 3,4%, gefolgt von Swiss Life (-1,9% auf 105,90 CHF). Für den Versicherer hat Morgan Stanley das Kursziel um rund 20% auf 125 CHF von bisher 155 CHF gesenkt, die Einschätzung bleibt "Underweight". Das Unternehmen sei trotz seiner Kostensparmassnahmen nicht immun gegen die aktuell tiefen Zinsen. Die Bewertung der Aktie sei relativ unattraktiv, so die Analysten.
Adecco fielen um 0,4%, nachdem Royal Bank of Scotland die Abdeckung des Titels mit "Neutral" aufgenommen hat. Mit Swisscom (+0,2%) und Nestlé (unv.) hielten sich einige defensive Werte etwas besser als der Gesamtmarkt.
Im breiten Markt legten zahlreiche Unternehmen ihre Halbjahresergebnisse vor. Mit hohen Verlusten von 11,7% ragten insbesondere die Titel der VP Bank heraus. Das Liechtensteiner Institut konnte dem Abfluss von Kundengeldern weiterhin keinen Einhalt gebieten und leidet unter einer Ertragsschwäche.
Für Bossard ging es nach den Zahlen um 1,7% hoch. Der Schraubenspezialist überzeugte mit seinem Halbjahresergebnis und hob zudem die Prognose für das Gesamtjahr an. Implenia stiegen nach laut Analysten starken Zahlen sowie einem Zukauf um 0,7%. Der Baukonzern übernimmt die Sulzer Immobilien AG für rund 82,1 Mio CHF. Meyer Burger profitierten von eine Auftrag über 25 Mio CHF und legten um 3,9% zu.
Emmi (+0,4%) konnte mit den Zahlen glänzen und stemmten sich gegen den etwas schwächeren Markttrend. Zudem legten noch Orior (-1,1%), CPH (-0,1%), Siegfried (+1,1%), Valartis (unv.), Warteck (unv.) und Romande Energie (+2,0%) ihre Halbjahresergebnisse vor.
dr/rt

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