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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt setzt am Dienstag nach den Osterfeiertagen den positiven Trend der Vorwoche fort. Die Stimmung sei weiterhin gut, nachdem in der Karwoche positiven Zahlen von US-Unternehmen beflügelt hätten, sagte ein Marktbeobachter. Die UBS knüpft am Handelstag mit überzeugenden Ergebnissen an die bislang vorteilhaft verlaufene Berichtssaison an und beflügelt europaweit die Bankaktien. Der entsprechende Stoxx-Subindex legt 0,7% zu.
Die Futures auf die wichtigsten US-Indizes notieren derweil im Plus und lassen einen Handelsauftakt an der Wall Street mit Gewinnen erwarten. An US-Konjunkturdaten stehen unter anderem der Case-Shiller-Hauspreisindex für Februar sowie die vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte Stimmung der Verbraucher im April auf der Agenda.
Der Leitindex SMI steht um 12.00 Uhr 0,52% höher auf 6'490,65 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,56% auf 1'032,72 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,51% auf 5'967,80 Zähler.
Bei den Einzelwerten sind die Bankenwerte UBS (+5,6%), CS (+2,3%) und Julius Bär (+2,3%) die deutlichsten Gewinner, wobei die UBS allein für rund 30 Pluspunkte im Index sorgt. Das von der UBS für das erste Quartal vorgelegte Ergebnis liegt sowohl beim Vorsteuergewinn als auch beim Konzernergebnis über den Konsensschätzungen. Bei der Nettoneugeldentwicklung konnten die Markterwartungen sogar sehr deutlich übertroffen werden. Die Firmenverantwortlichen geben sich auch für die Zukunft vorsichtig optimistisch.
Besser als der Gesamtmarkt tendieren im Sog der Bankaktien auch Swiss Re (+1,6%), ZFS (+0,3%) und Baloise (+0,1%). Die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods (KBW) erhöhen das Kursziel für erstere im Vorfeld der Erstquartalszahlen auf 72 von bisher 69 CHF.
Clariant (+0,3%) schliesst die Übernahme des Konkurrenten Süd-Chemie ab. Nach Vollzug der mit One Equity Partners und den Traditionsaktionären abgeschlossenen Kaufverträge besitzt Clariant nun 96,15% der Aktien. ABB (+0,5%) profitieren derweil leicht von einem Bericht des chinesischen "China Securities Journal". Demzufolge will das Land in den kommenden vier Jahren eine grosse Summe ins staatliche Stromnetz investieren.
Swatch (+0,8%) und Richemont (+0,5%), die mit Abschlägen gestartet waren, zeigen sich mittlerweile im Plus. Veröffentlicht wurden die neuesten Uhrenexportdaten. Das Wachstum habe sich trotz des sehr ungünstigen Basiseffekts aus dem Vorjahr fortgesetzt, hiess es von Seiten des Verbandes.
Novartis (-0,1%) und Roche (-0,4%) bremsen den Standardwerte-Index ab. Bei Novartis verweisen Händler auf positive Aussagen des Managements von Biogen Idec zum Multiple-Sklerose-Mittel BG-12. Am Markt wird nun eine Konkurrenz für Gilenya von Novartis befürchtet.
Roche können derweil nicht von positiven News der Tochter Chugai profitieren. Diese erhielt am Karfreitag von der japanischen Gesundheitsbehörde eine Zulassung für einen Wirkstoff zur Behandlung von Blutarmut bei chronischen Nierenerkrankungen.
Deutlich nach unten geht es bei Transocean (-1,8%). Ein US-Bericht sieht eine Mitschuld des Ölplattformbetreibers an der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko im vergangenen Jahr. Noch kräftiger geben Swisscom (-5,0% bzw. 20,60 CHF) nach. Das Minus ist jedoch nur rein optisch, denn die Titel wird mit einem Dividendenabschlag von 21 CHF gehandelt.
Bei den Nebenwerten büssen Galenica (-5,2%) deutlich ein. Die Produktion des Galenica-Eisenproduktes Venofer wurde in Nordamerika gestoppt. Der nordamerikanische Lizenzpartner habe die Produktion und den Vertrieb vorübergehend eingestellt, hiess es. Phoenix Mecano verlieren vor der morgigen Zahlenpublikation 2,7%.
EGL (+3,4%) gibt den Abschluss einer Grundsatzvereinbarung mit der türkischen Botas bekannt. Damit komme die Gesellschaft einen Schritt weiter in den bisher eher zähen Verhandlungen mit der Türkei bezüglich dem Transport von Erdgas durch die Türkei, urteilt die ZKB.
Luzerner Kantonalbank (+1,2) legte Ergebnisse für das 1. Quartal vor und konnte dabei leicht verbesserte Gewinnzahlen ausweisen. Für die Analysten bieten die Resultate keine grossen Überraschungen.
ps/uh

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