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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstagmittag zwar mit etwas festeren Kursen, kann jedoch die Aufschläge aus dem frühen Geschäft nicht komplett halten. Nach positiven Vorgaben aus Übersee hatte der Schweizer Leitindex bis zum späten Vormittag kontinuierlich angezogen. Die um 11 Uhr veröffentlichten Daten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verpassten dem Index jedoch einen leichten Dämpfer. Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Juni deutlich stärker als erwartet eingetrübt. "Die alten Wachstumsängste sind wieder zum Vorschein gekommen", kommentiert ein Marktbeobachter den Handelsverlauf.
Rückenwind erhielt der hiesige Handel über weite Strecken von der möglichen Rettung Griechenlands. Die Euro-Finanzminister wollen dem schuldengeplagten Land neue Milliarden überweisen - Voraussetzung ist jedoch, dass das Parlament in Athen dem geplanten Sparpaket zustimmt. Unsicherheit werde denn auch den Markt weiter beherrschen, kommentiert ein Händler. Die Vertrauensabstimmung im griechischen Parlament am Abend über die Regierung Papandreou gilt nämlich als Signal für die Haltung der Abgeordneten zu den Sparplänen.
Bis um 12.10 Uhr gewinnt der Schweizer Leitindex SMI 0,30% auf 6'131,75 Punkte, das Tageshoch liegt bei 6'147,17 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,58% auf 949,38 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,36% auf 5'628,59 Punkte.
Nachdem der SMI in den vergangenen Wochen den Rückwärtsgang eingelegt hatte, rechnet ein Händler nun mit einer Gegenbewegung. "Gerade Titel, die zuletzt unter die Räder kamen, sind nun eine Kaufgelegenheit", so der Marktbeobachter. Beispiel hierfür seien Logitech (+3,2%), die zuletzt deutlich unter Abgabedruck gestanden hätten.
Kräftig nach oben geht es auch bei Syngenta (+3,2%). Das Agrochemieunternehmen teilte anlässlich eines Investorentages mit, dass bis nach 2015 die Umsätze mit wichtigen Nutzpflanzen auf über 17 Mrd USD von derzeit 8,4 Mrd gesteigert werden sollen. "Dünger für die Investorenphantasien und die etwas ausgedorrte Aktienentwicklung der letzten Wochen", kommentiert die Privatbank Wegelin.
Weatherford (+2,1%) legen zu, nachdem sich das Ölserviceunternehmen mit BP im Zusammenhang mit dem Unglück im Golf von Mexiko geeinigt hat. Weatherford stellt BP 75 Mio USD für einen Entschädigungsfonds zur Verfügung und wird im Gegenzug von Forderungen freigestellt.
Neben den zyklischen Holcim (+0,8%) steigen auch die Luxusgütertitel von Richemont (+2,5%) und Swatch (+1,7%). Beobachter verweisen auf eine Zeitungsartikel, wonach China den Importzoll für Luxusgüter senken wolle.
Die Finanztitel setzten wegen der Unsicherheiten um Griechenland die Achterbahnfahrt der vergangenen Tage fort. UBS (-0,7%) und Julius Bär (-0,4%) rutschen ins Minus, während Credit Suisse (+1,2%) weiterhin zulegen. Uneinheitlich zeigen sich die Versicherer Swiss Re (-0,4%) sowie ZFS (+0,6%). Letztere will die Malaysian Assurance Alliance Berhad (MAAB) kaufen. Aus Sicht der Kepler-Analysten passt das Geschäft in die Emerging-Market-Strategie von ZFS.
Wenig Luft nach oben lassen die Indexschwergewichten Nestlé (-0,3%) und Roche (+0,1%) sowie Novartis (-0,3%). Die Novartis-Tochter Sandoz erhielt von der US-Gesundheitsbehörde die Genehmigung für ein Generikum des Antibiotikums Levofloxacin.
In der zweiten Reihe müssen die Anleger personelle Veränderungen bewerten. Bei Sika (+2,8%) wird Paul Hälg zum Nachfolger des heutigen Präsidenten Walter Grüebler. Hälg leitet seit 2004 als CEO die Dätwyler-Gruppe. Gleichzeitig wird Jan Jenisch zum neuen Sika-CEO und Nachfolger von Ernst Bärtschi ernannt. Die Ernennung Hälgs hat weitere Auswirkungen: Er wird das Präsidium bei Gurit (+1,2%) an Peter Leupp abgeben.
Valora (+0,8%) übernimmt die schwedische Scandinavian Cosmetics. Mit der breiten Markterschliessung von Valora Trade Schweden, beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel, bestehen aus Sicht von Wegelin nun für Valora weitere Wachstumsmöglichkeiten. Ausserdem dürften Synergieeffekte beim Einkauf eintreten.
Swissmetal (-3,9%) setzt den Abwärtstrend fort. Beim Buntmetallverarbeiter geht der Verkaufsleiter. Das Unternehmen steht in den roten Zahlen und befindet sich in Gesprächen mit potenziellen Investoren über Finanzierungsmöglichkeiten.
ps/uh

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