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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Freitagmittag mit festeren Notierungen. Damit legt der Standardwerte-Index seit Ende der ersten Handelsstunde am Morgen kontinuierlich zu. Nach Ansicht von Beobachtern haben die Investoren nach der positiven Entwicklung an Wall Street und Asien wieder Mut gefasst und zeigen sich mit mehr Risikoappetit.
Nach den positiven Zahlen zu den Anträgen auf Arbeitslosenhilfe am Vortag rückt nun die Arbeitslosenquote im Januar in den Fokus. Die Krise in Ägypten tritt damit zumindest für den Moment etwas in den Hintergrund.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI notiert um 12.05 Uhr 0,59% höher auf dem Stand von 6'583,74 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt derweil 0,85% auf 1'055,17 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,59% auf 5'913,56 Punkte.
Zu den grössten Gewinnern zählen Actelion (+4,2%). Die Aktien verteuern sich nach neu entfachten Übernahmegerüchten deutlich. Der Hedgefond Elliott Advisors fordert die Rücktritte von Verwaltungsratsmitgliedern mit sofortiger Wirkung, schreibt die "Financial Times". Damit solle das Unternehmen zu einem Verkauf gedrängt werden. Auch will der Fonds zuhanden der kommenden Generalversammlung eigene Anliegen traktandieren lassen.
Bei Transocean (+2,3%) geht es überdurchschnittlich nach oben. Der Ölbohrkonzern rechnet für das vierte Quartal 2010 mit einer Wertberichtigung von mehr als einer Milliarde Dollar nach Steuern. Diese werde nicht cash-wirksam sein und resultiere aus den erwarteten Abnahmen der Tagesraten und der Nutzung der Standard-Bohrflotte. Für einige Analysten kommt die Ankündigung überraschend für andere wiederum nicht. Entsprechend unterschiedlich bewertet die Analystengemeinde die News.
Holcim (+2,9%) stehen nach Neuigkeiten aus dem Sektor vom Vortag im Plus. Die indischen Töchter verzeichneten insgesamt einen Umsatzanstieg, erlitten jedoch einen deutlichen Rückgang des EBITDA. Damit konnten die Erwartungen nicht ganz erreicht werden, schreibt die ZKB. Am Markt keimen derweil Spekulationen auf, dass sich der Zementhersteller insgesamt zuletzt positiver als erwartet entwickelt hat.
Die Bankwerte UBS (+1,7%) und CS (+2,7%), sowie Julius Bär (+0,9%) stehen ebenso auf der Gewinnerseite. Goldman Sachs stuft den Sektor hoch. Bei Julius Bär hat zudem gemäss einer Beteiligungsmeldung die MFS Investment Management ihre Beteiligung auf über 10% ausgebaut.
Syngenta (+0,8% auf 310 CHF) profitieren nach Ansicht von Marktbeobachtern von den weiter anziehenden Getreidepreisen, die zuletzt eine "Achterbahnfahrt" hingelegt hätten. JPMorgan erhöht derweil das Kursziel auf 300 (240) CHF.
Nestlé (-0,2%) stehen dagegen auf der Verliererseite. Die Analysten von Goldman Sachs haben den Nahrungsmittelsektor auf "Underweight" gesenkt.
Abwärts geht es auch bei Richemont (-1,1%). Die Dezember-Exporte wiesen im Spitzenuhrensegment ab 3'000 CHF ausgezeichnete Zahlen auf, welches aber Richemont am Berichtstag nicht helfe. Die Befürchtungen nähmen zu, dass sich eine klare Wachstumsverlangsamung bis zu einer Halbierung entwickeln könnte, ist am Markt zu hören. Händler raten gegenwärtig von den beiden Uhren- und Schmucktiteln ab. Swatch sinken 0,7%.
Bei den Nebenwerten legte der Maschinenhersteller Rieter (+1,8%) Umsatz und Bestellungseingang vor und traf dabei die Erwartungen. Kaba (+2,9%) steigen nach einer Ratingerhöhung durch die UBS auf "Buy" von "Neutral".
WTG, bei denen es ein Übernahmeangebot der 3M gibt, notieren 0,15 tiefer bei 63,20 CHF und damit weiterhin über dem Angebot in Höhe von 62 CHF. Der bisher nicht engagierte Assetmanager Trafalgar meldete am Morgen eine Beteiligung von 3,23%.
Mikron notieren unverändert, nachdem die Titel am Vortag 15% zugelegt hatten. Offenbar gibt es einen grösseren Käufer, welcher gezielt die Titel suche, heisst es von Beobachtern, die auf die schon einige Zeit kursierenden Spekulationen um mögliche Zusammenschlüsse im Schweizer Maschinenbausektor verweisen.
ps/ra

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