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AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Gut gehalten - Selektive Titel und Zykliker gefragt

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 12:50 publiziert

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich um Mittwochmittag unter Tageshoch gut gehalten. Der Markt habe anfänglich von den freundlichen Vorgaben aus den USA sowie den höheren Notierungen im Fernen Osten profitiert, hiess es unter Marktbeobachtern. Danach hätten sich die Anleger aber wieder etwas vorsichtiger gezeigt und seien die Gewinne geschmolzen, sagte ein Händler. Das Geschäft verlaufe eher ruhig, es fehle weitgehend an News. Zudem bekunde der SMI wie auch schon in der Vergangenheit Mühe, die Marke von 6'900 Punkten im SMI zu nehmen.
Vor diesem Hintergrund würde eine selektive Nachfrage einzelne Titel beleben, so Marktbeobachter. Auch würden Branchennews, CEO-Interviews und Ratingänderungen für Bewegung sorgen. Generell sei eine etwas vermehrte Nachfrage nach konjunktursensitiven Werten festzustellen. Zudem bieten Nestlé eine Stütze.
Bis um 12.00 Uhr steigt das Blue-Chips-Barometer SMI um 0,08% auf 6'891,30 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt um 0,02% auf 1'066,61 Punkte zu, und der breite Swiss Performance Index (SPI) steigt um 0,13% auf 6'062,92 Punkte.
Im Mittelpunkt des Interesses stehen heute UBS (+1,3% auf 18,28 CHF). Die Grossbank hält derzeit in Basel ihre Generalversammlung ab. Zentral ist dabei u.a. die Frage, ob der Führungsriege der vergangenen Jahre die Décharge erteilt wird. CEO Oswald Grübel sieht die Grossbank auf Kurs, rechnet aber noch mit weiteren Geldabflüssen. UBS würden vor allem durch eine Rating- bzw. Kurszielerhöhung der HSBC gestützt, so Marktbeobachter. Das Institut bewertet UBS neu mit "Overweight", zuvor "Neutral", und hat das Kursziel auf 22 von 17,50 CHF angehoben.
Für die CS (-0,6%) hat die HSBC das Kursziel leicht auf 68 von 67 CHF erhöht. Julius Bär (-1,4%) verbuchen ohne News grössere Einbussen.
Assekuranzwerte sind in der Regel weniger gesucht. So verlieren Swiss Life (-0,8%), ZFS (-0,3%) oder Swiss Re (-0,2%).
Die prozentual grössten Gewinn im SMI/SLI Logitech (+2,4%). Diese Titel würden vor allem im Zuge des überraschend guten Quartalsergebnisses von Intel gesucht. Dabei werde von der Erholung der Nachfrage nach Chips auf steigende Verkäufe bei Computer-Peripherie-Geräten geschlossen, so Händler. Im breiten Markt würden auch Kudelski (+2,4%) davon profitieren, die zudem mit SkyLife eine Zusammenarbeit 3D-TV-Bereich vereinbart haben.
Daneben führen Äusserungen von verschiedenen CEO in der Presse zu Kursgewinnen in Adecco (+2,0%) und Sonova (+1,7%). Sonova würden von Aussagen des CEO Valentin Chapero in einem Interview gestützt, so Händler. Der CEO zeigt sich sowohl für das abgeschlossene Geschäftsjahr als auch für das laufende Rechnungsjahr zuversichtlich. Zudem stellt das Unternehmen am Kongress der American Academy of Audiology neue Produkte vor.
Adecco-CEO Patrick De Maeseneire bestätigte in der Presse im März gemachte Aussagen und sagte, dass sich die Zahlen seit August 2009 Woche für Woche verbessert hätten und im ersten Quartals 2010 in den grossen Märkten wieder ein Wachstum zu verzeichnen gewesen sei.
Daneben fallen noch die Zyklikern Kühne+Nagel (+1,6%), Geberit (+1,3%), Clariant (+1,2%) oder Petroplus (+0,7%) durch grössere Avancen auf.
Eine Stütze bieten auch Nestlé (+0,7%). Knapp gehalten gehen demgegenüber Roche (-0,1%) und Novartis (-0,2%) um.
Prozentual grösster Verlierer im SMI/SLI sind Swatch (-1,6%) ohne News. Auch Richemont (-1,3%) verlieren deutlich.
Im breiten Markt erzielen EFG (+9,0% auf 19,45 CHF) die grössten Avancen. Marktbeobachter führen die Gewinne auf die Heraufstufung der Aktie durch Helvea auf "Buy" von "Hold" mit Kursziel von 29,30 CHF zurück.
Nach Zahlen gewinnen Elma (+6,5%) deutlich. Die Titel des Zürcheroberländer Elektrogehäuseherstellers würden von Aussagen des Verwaltungsratspräsidenten gestützt, wonach der Geschäftsgang im ersten Quartal 2010 den positiven Trend deutlich bestätige.
Vaudoise (+4,6%) würden nach der Vorlage der 2009er Zahlen infolge der positiven Aussichten avancieren, so Marktbeobachter.
Hingegen fallen Temenos (-2,3%) durch Abgaben auf. Die Titel würden durch eine Zurückstufung der UBS auf neu "Neutral" von zuvor "Buy" belastet, so Marktbeobachter.
rt/ps

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