Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist nach einem freundlichen Start nach der Publikation des jüngsten Zinsentscheides der SNB ins Minus zurückgefallen. Derzeit kämpft der SMI um den Verbleib oberhalb von 6'000 Punkten, wobei er sich in den letzten Minuten von dieser Marke wieder leicht nach oben absetzen konnte. Die Stimmung bleibe von den Ereignissen in Japan dominiert, hiess es in Marktkreisen, wobei vermehrt Stimmen ertönen würden, welche den Kursrutsch um über 700 Punkten in den vergangenen gut drei Wochen und von rund 300 Punkten allein in dieser Woche als übertrieben bezeichnen.
Ökonomen sind vom Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Zinsen unverändert zu lassen wenig oder gar nicht überrascht. Er war in Marktkreisen praktisch unisono so erwartet worden. Über die Frage allerdings, wann die SNB eine Verschärfung der geldpolitischen Gangart anschlagen wird, herrscht unter den Experten Uneinigkeit. Sicher scheint zumindest, dass die SNB die Europäische Zentralbank (EZB) den ersten Schritt machen lassen will.
Bis kurz nach 12 Uhr verliert der SMI 0,08% auf 6'016,51 Punkte und der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) 0,02% auf 960,19 Punkte. Der breite Gesamtmarkt (SPI) legt dagegen minim um 0,05% auf 5'469,7 Punkte zu.
Die grössten Verluste verzeichnen derzeit SGS (-2,7% respektive -41 CHF auf 1'502 CHF), welche ex-Dividende von 65 CHF gehandelt werden, was die Verluste relativiert.
Deutlichere Abgaben verzeichnen ausserdem Nobel Biocare (-1,6%) und Actelion (-1,2%). Mit den Unsicherheiten um die möglichen Auswirkungen der Japan-Katastrophe auf die Weltkonjunktur geben auch Richemont (-0,8%) und Swatch (-0,6%) weiter nach.
Zur verhaltenen Entwicklung des Gesamtmarktes tragen auch Roche (-0,5%) und Novartis (-0,2%) sowie Nestlé (unverändert) bei. Novartis hat am Vorabend über die geplante Schliessung eines Produktionsstandortes in Grossbritannien berichtet, wobei rund 500 Stellen verloren gehen.
Von den Finanzwerten stehen UBS (-0,8%) und etwas moderater auch Julius Bär (-0,3%) und CS (-0,1%) etwas unter Druck.
Die Versicherungen führen dagegen beinahe geschlossen die Spitzengruppe an. Swiss Life (+2,0%), ZFS (+1,5%) und Bâloise (+1,4%) belegen die ersten drei Plätze. Aber auch Swiss Re (+0,8%) erholen sich etwas von den starken Rückschlägen im Zusammenhang mit dem nuklearen Unglück in Japan.
Ebenfalls auf Erholungskurs nach starkem Rückschlag befinden sich ABB (+0,9%). Die am Vortag massiv eingebrochenen Sonova (+0,7%) holen nur einen kleinen Teil dieser Verluste (über 22%) wieder auf. Sonova sind am Vortag in den freien Fall geraten, nachdem der Hörgerätehersteller eine Gewinnwarnung publizieren musste. Als Reaktion darauf haben Banken wie Vontobel, JP Morgan, Cheuvreux, Jefferies oder UBS das Kursziel für Sonova gesenkt. Die Credit Suisse (auf "Neutral" von "Outperform"), die Deutsche Bank (auf "Hold" von "Buy") oder die ZKB (auf "Marktgewichten" von "Übergewichten") haben ihre Ratingeinschätzungen zurückgenommen.
Im breiten Markt legen u-blox nach Jahreszahlen um 0,8% zu, allerdings ist der Titel von markanteren Gewinnen im frühen Geschäft wieder etwas zurückgekommen. Der Chiphersteller hat im vergangene Jahr Umsatz und Gewinn stark gesteigert. Auch Swiss Prime Site (+0,1%) steigen nach Zahlen leicht.
Gategroup (-0,9%) und Berner Kantonalbank (-0,2%) geben dagegen nach dem Jahresergebnis leicht nach, während Coltene um 6,5% einbrechen. Die Ergebnisse von Coltene seien unter den Erwartungen ausgefallen und durch die schwache Performance von der übernommenen brasilianischen Vigodent SA belastet worden, hiess es am Markt.
Unter Druck stehen auch BKW (-1,6%). Dabei interessieren weniger die heute vorgelegten detaillierten Zahlen zum Geschäftsjahr 2010, sondern vielmehr was mit dem AKW Mühleberg geschehen soll.
cf/ps

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???