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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag nach einem festeren Handelsbeginn bis gegen Mittag ins Minus gedreht. Nachdem sich der SMI in der Vorwoche von der Krise in Japan erholt hatte und um über 4% gestiegen war, sprechen Händlerkreise zunehmend von fehlenden Impulsen. Nach der rasanten Erholung mache sich eine etwas abwartende Stimmung bemerkbar und es habe eine Konsolidierung der jüngsten Gewinne eingesetzt, heisst es.
So rechne man kaum noch mit grösseren Bewegungen vor dem Beginn der Quartalsberichtssaison in den nächsten Wochen. Etwas negativ belastet wird das Sentiment von der sich verschlechternden Lage im japanischen AKW Fukushima. Ohne grössere Änderungen in der Nachrichtenlage dürfte sich der Handel aber weiterhin in engen Bahnen bewegen. Am Nachmittag könnten Makrodaten aus den USA für etwaige Impulse sorgen, wo der Case-Shiller-Index und das Verbrauchervertrauen für den März publiziert werden.
Gegen Mittag notiert der SMI 0,23% tiefer auf 6'344,56 und der breite Gesamtmarkt (SPI) 0,22% tiefer auf 5'772,39 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,36% auf 1'011,15 Zähler.
Deutlich im Plus notieren Credit Suisse (+1,1%). Die Papiere der Grossbank werden von einem Interview mit dem US-Botschafter in der Schweiz gestützt. Dieser sieht keine Anzeichen für eine Beihilfe zu systematischem Steuerbetrug von Seiten der CS.
Dem gegenüber notieren UBS (-1,5%) am Ende des SMI. Die Äusserungen des Botschafters dürften bei Anlegern zu einem Switch auf CS von UBS-Aktien geführt haben, sagte ein Händler. Dies könnte dadurch verstärkt worden sein, dass Marktteilnehmer in den Äusserungen des Botschafters nicht nur eine Beruhigung von Befürchtungen für die CS, sondern auch eine Kritik an den UBS-Strukturen herausgelesen hätten, sagte ein weiterer Marktteilnehmer.
Ebenfalls mit deutlichen Abgaben zeigen sich Swiss Re (-1,8%). Der Versicherer hat heute eine Studie veröffentlicht, wonach die weltweiten Katastrophen die Versicherer 43 Mrd USD kosten. In ersten Schätzungen, welche im November publiziert wurden, hatte man noch mit 36 Mrd USD gerechnet. Im Interview mit AWP erklärte der CFO George Quinn, dass Swiss Re trotz der vielen Schadensfälle des Jahres 2010 ausreichend kapitalisiert sei und weiterhin an den langfristigen Finanzzielen festhalte.
Angeführt wird die SLI/SMI-Liste ohne spezifische Nachrichten von Nobel Biocare (+3,3%).
Etwas gestützt wird der SMI von Schwergewicht Nestlé (+0,3%). Dem gegenüber notieren Roche (-0,2%), Novartis (-0,4%) und ABB (-0,7%) tiefer. Bei Roche dürfte es nach der anfänglichen Spekulation im Zusammenhang mit dem Verlust der Mehrheit des Aktionärspools der Familien Hoffman und Oeri etwas ruhiger geworden sein, heisst es von Händlern. Der Verlust der Mehrheit hatte in der Vorwoche zu Fantasien zu einem möglichen Zusammenschluss mit Novartis geführt.
Lonza (-0,1%) kündigte heute an, Investitionen von 16 Mio GBP in die Erweiterung eine Biopharma-Anlage in Slough zu tätigen. Die Titel sind nach einem festen Start ins Minus gedreht.
Bei Swatch (-0,8%) hat Exane BNP das Kursziel auf 402 CHF von bisher 394 CHF angehoben und das Rating Underperform bestätigt. Sie würden zwar die langfristige Wachstumsstärke des Konzerns anerkennen, doch entgegen der Konsensmeinung erscheine ihnen das Potenzial für weitere Margenverbesserungen limitiert, schreiben die Experten. In ihren Augen besitze Richemont (-0,9%) mehr Aufwärtspotential.
Bei den Erdölservice-Anbietern Transocean (-0,1%) und Weatherford (-1,0%) ist das Bild uneinheitlich. Bei Transocean bekräftigte CEO Ricardo Rosa, den älteren Teil der Bohrflotte abstossen und damit auf die gesteigerte Nachfrage der Kunden auf hochspezialisierte Bohrschiffe reagieren zu wollen. Bei Weatherford erklärte CEO Bernard Duroc-Danner an einer Investorenkonferenz, dass in Nordamerika mit einer Rückkehr zu einer Marge von 30% gerechnet werde.
Im breiten Markt hat Zehnder (-2,3%) Zahlen präsentiert, welche etwas unter den Erwartungen ausgefallen sind. Nichts desto trotz konnte das Unternehmen den Gewinn 2010 um knapp 15% steigern.
Die Papiere der Bank Sarasin (unverändert) zeigen wenig Reaktion auf ein Interview des CEO Joachim Strähle mit AWP. Laut Strähle zeige sich bei den Kunden etwas mehr Zurückhaltung im Zusammenhang mit den Unruhen im Nahen Osten und dem Erdbeben in Japan. Ein Einbruch des Geschäftes sei aber nicht zu beobachten. Insgesamt habe sich jedoch das Geschäft im März etwas langsamer entwickelt als im Januar und Februar. Gut sei indes die Neugeldentwicklung.
dl/ra

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