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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag nach stabilem Beginn im Verlauf des Morgens relativ klar ins Minus gerutscht. Anfänglich hatten noch die Ergebnisse des am Freitagabend nach Europa-Schluss veröffentlichten Banken-Stresstestes gestützt, doch schon bald fielen auch die Finanztitel etwas zurück. Unter Druck stehen zur Berichtszeit vor allem die Aktien aus den defensiven Bereichen Pharma und Nahrungsmittel. Da diese für den Schweizer Markt wichtig sind, büsst der Gesamtmarkt deutlich an Terrain ein.
Als Belastung für die Aktienmärkte wirke sich momentan die Tatsache aus, dass die Analysten in den letzten Wochen begonnen hätten, ihre Gewinnerwartungen nach unten zu schrauben, schreibt die ZKB in einem Kommentar. Bis das Ausmass der wirtschaftlichen Abschwächung klar werde, sei kein signifikanter Ausbruch nach oben zu erwarten. Die günstige Bewertung der Aktien biete andererseits einen guten Schutz vor einem massiven Einbruch. Die Bank erwartet deshalb insgesamt weiter grössere Schwankungen beim SMI im Bereich von 5'900 bis 6'600 Punkten.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht kurz nach Mittag 0,59% tiefer auf 6'164,78 Punkten (bisheriges Tagestief 6'143). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 0,55% auf 944,51 Zähler ein, der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,50% auf 5'456,05 Stellen.
Die Banken reagieren positiv auf den europäischen Stresstest, haben allerdings einen Teil der Anfangsgewinne abgegeben. Auch die Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS haben einen solchen Test bestanden, wobei dieser sogar deutlich strenger ausgefallen als jener der Banken in der EU. UBS stehen zur Berichtszeit 0,8% im Plus und sind damit bei den grössten Gewinnern, CS avancieren noch 0,4%. Die Aktien der Privatbank Julius Bär, die allerdings nicht getestet wurde, stehen 0,5% höher. Der Titel hatte nach überraschend guten Halbjahreszahlen bereits letzte Woche fast 11% zugelegt.
Schwach tendieren die Index-Schwergewichte. Der Pharmasektor werde von einer Herunterstufung durch eine französische Bank sowie eine Gewinnwarnung von Sanofi-Aventis belastet, heisst es. Roche verlieren entsprechend 1,3% und Novartis 1,1%. Dass die Novartis-Tochter Sandoz in den USA die Zulassung für das Nachahmerpräparat Enoxaparin zum Sanofi-Blutverdünner Lovenox erhalten hat, hilft dabei wenig. Analysten begrüssen in Kommentaren allerdings die Zulassung und rechnen teils mit einem Umsatzschub. Schwach tendieren ausserdem Nestlé (-0,7%), wobei Händler dies u.a. mit einer Umstufung hin zu den Aktien des französischen Konkurrenten Danone begründen.
Ansonsten gibt es nur wenig kursrelevanten Unternehmens-News. Die Halbjahresresultate-Saison geht erst ab Dienstag richtig weiter. Dann wird die UBS ihr Ergebnis präsentieren, am Donnerstag sind es dann Logitech (Aktie +1,0%) Clariant (+0,3%) und Synthes (-0,3%). Ausserdem werden diese Woche eine Vielzahl von Small- und Midcaps Zahlen veröffentlichen.
Spitzenreiter im Blue-Chips-Feld sind zum Berichtszeitpunkt ABB (+1,0%), die damit weiter von den letzten Donnerstag veröffentlichten Halbjahreszahlen profitieren. Grösster Blue-Chips-Verlierer sind einmal mehr Transocean (-4,4%), bei denen die Ölpest weiter auf die Stimmung der Anleger drückt.
Givaudan (-0,1%) können von einem Interview in der Wochenendpresse nur wenig profitieren. Konzernchef Gilles Andrier sagte, dass der Aromen- und Riechstoffhersteller am EBITDA-Margenziel von 22,7% festhalte. Der Konzern sei ziemlich immun gegen Währungsschwankungen, die Kosten und der Umsatz seien natürlich abgesichert. Swiss Life werden am Montag ex Nennwertrückzahlung von 2,40 CHF gehandelt. Den Effekt herausgerechnet, notiert das Papier 0,7% tiefer.
Im breiten Markt gewinnen u.a. Burkhalter (+3,1%), AFG (+3,1%) sowie Cham Paper (+2,6%) deutlich. Bei Genolier (+1,7%) hat die Einigung unter den Aktionäre ebenfalls zu Käufen geführt. Schwächste Werte sind u.a. Nebag (-10,3%), Winterthur Tech (-5,1%) oder Edisun (-4,1%).
uh/cc

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