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AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Knapp behauptet - Seitwärtsbewegung ohne Impulse

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienhandel zeigt sich am Montagmittag knapp behauptet. Nach einem etwas tieferen Start infolge negativer Vorgaben von Wall Street und der asiatischen Leitbörse in Tokio hat sich der Standardwerte-Index vom Tagestief gelöst und bewegt sich seither in einem engen Band knapp unter dem Schlussstand von Freitag seitwärts.
Mangels positiver Kurstreiber steht zum Wochenstart denn auch mehr die Zukunft der griechischen Staatsschulden im Blickfeld. Etwas negativ stimmt laut Händlern der am Markt diskutierte Beitrag privater Gläubiger zur Rettung Griechenlands.
Gegen 12.00 Uhr sinkt der Schweizer Leitindex SMI um 0,14% auf 6'398,72 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,22% auf 997,44 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,21% auf 5'890,50 Punkte.
Finanzwerte neigen vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in der Eurozone zur Schwäche. UBS (-0,1%) geben nur leicht nach, während CS (-0,4%) deutlicher verlieren. Die Versicherungswerte Swiss Re (-0,3%) und ZFS (-0,3%) verbilligen sich ebenso.
Nach unten geht es auch bei ABB (-0,5%). Der Konzern bietet Kreisen zufolge für die chinesische Beijing Leader & Harvest Technologies. Das Unternehmen könnte bis zu 700 Mio USD wert sein, heisst es. ABB selbst lehnte jeden Kommentar ab.
Mit am deutlichsten belastet das Indexschwergewicht Nestlé (-0,5%) den SMI. UBS ersetzt Nestle durch Danone in Most Preferred List. Die Analysten der UBS korrigieren zudem ihre Gewinnprognosen 2011 für den Nahrungsmittelkonzern um 4% nach unten.
Die Titel der Luxusgüterbranche Swatch (-1,5%) und Richemont (-0,7%) setzen die Abwärtsbewegung vom Freitag fort. Swatch-Chef Nick Hayek sagte in einem Zeitungsinterview, der Konzern mache wegen des starken Frankens monatlich 50 Mio bis 60 Mio CHF weniger Umsatz.
Bei Syngenta (-0,1%) wurde das Kursziel von den Nomura-Analysten auf 370 (375) CHF gesenkt. Die Analysten begründen dies damit, dass die Getreideproduktion im laufenden Jahr aufgrund verspäteter Anpflanzung in den USA und Trockenheit in Europa und Südchina enttäuschen könnte. Syngenta bleibe jedoch langfristig Favorit unter den Chemiewerten.
Im Plus notieren die Pharmawerte. Novartis (+0,7%) erhielt von der EU-Kommission für das Augenheilmittel Lucentis die Zulassung zur Behandlung des Sehkraftverlustes. Zudem war der Konzern mit dem Medikament Glivec bei Gastrointestinalen Stromatumoren und einem Produktkandidaten bei Myelofibrose in Phase-III-Studien erfolgreich. Roche (-0,1%) kommt unterdessen mit dem Krebsmittel Avastin bei der Behandlung von Eierstockkrebs und dem Produktkandidaten Vemurafenib zur Therapie des aggressiven schwarzen Hautkrebses voran, kann jedoch die anfänglichen Kursgewinne nicht halten.
Das Aktienresearch von Goldman Sachs veränderte derweil in seinem Portefeuille die Sektorgewichtung. Dabei wurde der Healthcare Sektor im Zug einer Rotation innerhalb der defensiven Werte auf Neutral hochgestuft.
Clariant (+0,8%) legen im Vorfeld eines Investorentags zu. Die Analysten der Unicredit verweisen auf die Kostensparpotenzial des Restrukturierungsprogramms GANO.
In der zweiten Reihe profitieren Uster Technologies (+1,3) vom wachsenden Textilgeschäft. OC Oerlikon (-0,1%) können hingegen die Gewinne aus der ersten Sitzungshälfte nicht verteidigen.
Leclanché klettern dagegen nach der Ankündigung einer Kooperation mit der deutschen Schüco um 8,5% nach oben.
Die politischen Unruhen in Ägypten haben das Quartalsergebnis des Bau- und Hotelkonzerns Orascom (-2,1%) massiv nach unten gedrückt. Das erste Quartal könne nicht als indikativ für die Entwicklung des gesamten Jahres angesehen werden, hiess es dazu. Im laufenden 2. Quartal habe sich die Auslastung der Hotels in Ägypten bereits wieder verbessert.
Walter Meier verlieren 3,5% bzw. 7,70 CHF, wobei eine Nennwertrückzahlung von 2,50 CHF zu berücksichtigen ist. Sulzer (-0,7%) leiden unter einer Abstufung durch Helvea auf "Neutral". Die Analysten tragen der anhaltenden Stärke des Frankens Rechnung und revidieren deshalb die Prognosen für Sulzer nach unten.
ps/cc

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