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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Mittwochmittag nach Kursschwankungen in enger Bandbreite knapp gehalten - im Einklang mit der Entwicklung an den wichtigsten europäischen Märkten. Vor dem für manche Marktteilnehmer langen Auffahrtswochende zeige sich eine gewisse Zurückhaltung. Auch würden nach dem gestrigen, deutlicheren Kursanstieg einige Gewinne mitgenommen, so Marktbeobachter. In den USA deuten die Dow-Jones-Indexfutures auf eine knapp gehaltene Eröffnung hin.
Zwar spreche die vorhandene Liquidität für weiter steigende Kurse, doch würden auch die Schuldenkrise in der Eurozone und Befürchtungen über ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den USA belasten. Weiteren Aufschluss würde die konjunkturelle Entwicklung in den USA wird von den heute Nachmittag zur Publikation anstehenden ADP-Arbeitsmarktdaten erwartet, so Marktbeobachter weiter. Diese gelten als Indikator für den grossen Arbeitsmarktbericht vom kommenden Freitag. Unter den hiesigen Standardwerte bleibt die Nachrichtenlage dünn.
Bis um 12.00 Uhr sinkt der Schweizer Leitindex SMI um 0,18% auf 6'543,11 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert um 0,11% auf 1'021,16 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,08% auf 6'017,95 Punkte. Unter den SMI-/SLI-Titeln halten sich die Kursverlierer die -gewinner die Waage.
Den SMI belasten vor allem Roche (-0,8%) und Novartis (-0,2%). Am Vortag hatten die Titel allerdings 2,0% bzw. 1,7% zugelegt und auch in den Vorwochen dazugewonnen. Dabei werden Neuigkeiten von Novartis zum bevorstehenden Krebskongress ASCO von der Analystengilde positiv beurteilt. Und auch Roche ist mit zahlreichen neuen Studiendaten stark präsent. Gut gehalten zeigen sich demgegenüber Actelion (+0,1%).
Einige Finanzwerte und zyklische Aktien geraten ebenfalls unter Druck. Julius Bär (-1,5%) verlieren am deutlichsten unter den SMI-/SLI-Valoren. CS (-0,2%) geben leicht nach, UBS (+0,8%) legen hingegen zu.
Swiss Life verlieren 0,4%, Swiss Re 0,4% und ZFS 0,2%. Demgegenüber legen Bâloise (+0,7%) zu. Swiss Re hat in Grossbritannien eine neue sogenannte Admin-Re-Transaktion abgeschlossen. Der Rückversicherer erwirbt von der American Life Insurance rund 300'000 Lebensversicherungspolicen mit einem Gesamtvermögenswert von rund 1,6 Mrd GBP. Mit solchen Deals können Lebensversicherungsgesellschaften Kapital aus bestehendem Geschäft freisetzen. Swiss Re sichert sich auf diese Weise eine diversifizierte Einkommensquelle.
Unter den zyklischen Valoren korrigieren Syngenta (-1,1%), SGS (0,7%), Adecco (-0,5%), Transocean (-0,4%) und ABB (-0,4%) am deutlichsten.
Auf der Gegenseite verbuchen Logitech (+5,1%) die grössten Aufschläge unter den Bluechips. Bereits am Vortag hatten die zuletzt von den Anlegern abgestraften Valoren von Deckungskäufen profitiert. Am Markt gibt zudem die Einkaufstour des chinesischen Computerherstellers Lenovo zu reden, dieser will den deutschen Elektronikproduzenten Medion übernehmen.
Grössere Aufschläge ohne Unternehmensnews erhalten unter anderem noch Sonova (+1,9%) sowie Kühne + Nagel (+1,2%).
Im breiten Markt hat OC Oerlikon (Aktie +2,0%) den lange erwarteten, ersten Auftrag für eine komplette ThinFab-Produktionslinie zur Fertigung von Dünnschichtsilizium-Modulen erhalten, und zwar aus Asien. Oerlikon-CEO Michael Buscher bezifferte die Auftragshöhe gegenüber AWP auf "etwas über 100 Mio EUR". Der Break-even sei im laufenden Geschäftsjahr für die Solarsparte erreichbar und weitere Aufträge seien in Sicht, so Buscher. Analysten honorieren die Neuigkeit.
Meyer Burger gewinnen 1,2%. CEO Peter Pauli bekräftigte gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" die Absicht, das Kaufangebot für den deutschen Konkurrenten Roth & Rau nicht zu erhöhen. ADB (+0,7%) legen ebenfalls zu. Der Settop-Boxen-Hersteller hat einen neuen Auftrag aus Ungarn erhalten.
Gurit (-2,5%) leiden dagegen unter einer Herabstufung durch die UBS. Die Analysten haben das Rating auf "Sell" ("Neutral") gesenkt und das Kursziel auf 600 (650) CHF reduziert, vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds in der Windenergiebranche und des starken Frankens.
Die prozentual grössten Einbussen erleiden Absolute Invest (-8,4%), gefolgt von Mindset (-6,3%) und Affichage (-6,1%). Am meisten aufwärts geht es für Datacolor (+6,2%), Escor (+4,6%), Petroplus (+4,8%) und AFG (+4,4% nach einer Aufstufung durch Helvea).
rt/cf

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