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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag freundlich in die neue Handelswoche gestartet, hat allerdings unmittelbar nach Eröffnung einen guten Teil der Gewinne wieder abgegeben. Seither bewegt sich der SMI in einer relativ schmalen Spanne von rund 20 Punkten knapp über dem Schlussniveau vom Freitag seitwärts. Der Start in die hiesige Berichtsaison mit den Zahlen von SGS sowie Drittquartalsangaben von Richemont darf als geglückt bezeichnet werden. Während SGS von den Bluechips am meisten nachgefragt werden, leiden Richemont unter Gewinnmitnahmen.
Die Stimmung unter den Investoren sei auch in der dritten Woche des Handelsjahres grundsätzlich noch zuversichtlich, hiess es in Marktreisen. Dies vor allem dank dem gelungenen Start in die Reporting-Season in den USA, wo bisher knapp 70% der berichtenden Unternehmen die Erwartungen übertroffen hat.
Der Swiss Market Index (SMI) verzeichnet um 12.05 Uhr ein Plus von 0,18% und steht bei 6'568,05 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI) legt 0,14% auf 5'896,56 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert dagegen 0,05% auf 1'047,82 Punkte, dies vor allem wegen der geringeren Unterstützung durch Roche..
Die ZKB zeigt sich für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte ebenfalls optimistisch. Allerdings rät die Bank auf kurze Sicht zu mehr Vorsicht. Verschiedene Indikatoren würden "gelb" blinken und so vor einer gewissen Sorglosigkeit warnen. Als Beispiel nennt das Institut die Put-Call-Ratio, die auf ein sehr tiefes Niveau gesunken sei. Dies sei in der Vergangenheit oft ein Vorbote einer Korrektur gewesen.
SGS (+2,2%) stehen unverändert an der Spitze der Rangliste der wichtigsten Schweizer Aktien. Das vom Genfer Warenprüfunternehmen für das Geschäftsjahr 2010 vorgelegte Ergebnis lag insgesamt im Rahmen der Konsensschätzungen des Marktes und wurden als solide bezeichnet. Die Analysten äussern sich in der Tendenz positiv. Beeindruckend sei vor allem die nochmalige Margenverbesserung auf ein neues Rekordniveau gewesen, hiess es. Etwas zurückhaltender wird der Umsatz beurteilt.
Hinter SGS folgen Actelion (+2,1%), Petroplus (+2,0%) und Transocean (+1,7%) auf den weiteren Plätzen, stark präsentieren sich zudem Roche (+1,6%). Roche hat am Morgen mit Alan Hippe einen neuen Finanzchef präsentiert. Er wird den auf Ende März 2011 zurücktretenden Erich Hunziker ersetzen. Die ZKB bezeichnet Hippe als gute Wahl, der Einfluss auf den Genussschein von Roche dürfte aber neutral sein. Nestlé und Novartis ziehen um je 0,5% an.
Richemont (-2,4%) stehen dagegen am stärksten unter Druck. Der für das dritte Quartal vorgelegte Umsatzausweis lag zwar klar über den Schätzungen. Das Papier hat aber in den Jahren 2009 und 2010 sowie auch vergangene Woche im Vorfeld dieser Publikation dermassen zugelegt, dass nun Gewinnmitnahmen eingesetzt haben. Nach guten Zahlen der Konkurrentin Tiffany wurde am Markt bereits in der Vorwoche darüber spekuliert, dass das Wachstum von Richemont über der 30%-Marke liegen könnte. Die Richemont-Papiere schlossen die letzte Woche denn auch mit einem Plus von knapp 5% ab.
Zusammen mit Richemont erleben auch Swatch (-2,0%) sowie Holcim (-2,2%) oder Julius Bär (-1,8%) deutlichere Rückschläge. Nach der starken Performance im bisherigen Börsenjahr werden auch bei ABB (-1,4%) die Gewinne mitgenommen.
Im breiten Markt springen Feintool auf 349 CHF von 315 CHF am Freitagabend markant nach oben. Am Morgen hatte Michael Pieper über seine Beteiligungsgesellschaft Artemis ein Übernahmeangebot über 350 CHF je Aktie lanciert. Dieses wurde fällig, weil er mit einer Beteiligung von 33% die Schwelle von einem Drittel der Aktie erreicht hatte.
Sulzer verzeichnen ein Plus von 4,6%, getrieben von Übernahmespekulationen. Sulzer wurde in einem Bericht des "WSJE" als mögliches Übernahmeziel der schottischen Weir Group genannt, was offenbar etwas Fantasie in die Aktie bringt. Bereits in der vergangenen Woche hatte die UBS Sulzer als mögliches Übernahmeziel definiert.
Huber+Suhner geben dagegen mit einem Minus von 2,0% klar nach. Der am Morgen publizierte Umsatz lag zwar über den Erwartungen der Analysten, der Auftragseingang dagegen eher am unteren Ende der Prognosen. Huber+Suhner bewegen sich im Bereich eines Zwei-Jahreshochs, weshalb das Potential nach oben derzeit wohl etwas limitiert ist. Analysten sprechen von einer anhaltend dynamischen Entwicklung, sorgen sich aber im Hinblick auf die Publikation des Geschäftsergebnisses um den Einfluss der Wechselkurse.
StarragHeckert (Aktie +2,3%) hat am Wochenende eine grössere Akquisition in Deutschland angekündigt.
Cicor (+2,8%) legen im Nachgang zu einem Interview des CEO Roland Küpfer in der "Finanz und Wirtschaft" zu. "Der tiefe Euro belastet zwar das Ergebnis, doch trotzdem werden wir die Erwartungen der Investoren erfüllen", sagte CEO zum Geschäftsverlauf 2010.
cf/rt

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