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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich am Dienstagmittag leicht fester. Der Markt hole nach der gestrigen technischen Korrektur nun weiter einen Teil des am letzten Handelstag 2010 unmotiviert verlorenen Terrains auf, sagte ein Händler gegenüber AWP. Davon würden vor allem Zykliker und Finanztitel profitieren. Allerdings seien die Umsätze weiterhin gering. Auch an den übrigen wichtigen europäischen Handelsplätzen werden etwas höhere Notierungen bewilligt. Die gestern noch geschlossene Londoner Börse notiert deutlich fester.
Die zyklischen Werte würden gestützt durch die jüngsten guten Wirtschaftsdaten. Diese würden die allgemeine Einschätzung bekräftigen, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr unter der Führung der Schwellenländer ein stattliches Wachstum erreichen werde. Von der positiven Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung würden weiter auch die Banktitel begünstigt.
Das Blue-Chips-Barometer Swiss Market Index (SMI) steigt bis um 12.00 Uhr um 0,42% auf 6'521,08 Punkte und notiert um Tageshoch. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt um 0,59% auf 1'033,32 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,37% auf 5'864,09 Punkte.
Aktuell befinde sich der SMI zwischen den zwei wichtigen Marken 6535/40 und 6450/60. Durchbreche der Index eine dieser zwei Zonen, würde dies im Mehrtages-Bereich prozyklische Impulse in die jeweilige Richtung auslösen, so die Charttechniker der Deutschen Bank in einem Kommentar.
Die prozentual grössten Avancen erzielen bisher Transocean (+2,9%). Die Titel profitieren davon, dass die US-Behörden erstmals nach der Ölpest im Golf von Mexiko wieder in grossem Stil Bohrungen zulassen wollen. Die Regierung will für 13 Unternehmen den Weg frei machen, ihre Bohrungen fortzusetzen, die im zurückliegenden Frühjahr wegen der Umweltkatastrophe gestoppt werden mussten, teilte das Innenministerium in Washington gestern Montag mit.
Syngenta (+2,2%) werden von anhaltenden Käufen aus London gestützt. In diesen Titeln würden sich Fonds zu positionieren beginnen, hiess es unter Marktbeobachtern.
Unter den zyklischen Titeln fallen SGS (+2,1%), Logitech (+1,8%), Holcim (+1,5%) oder ABB (+1,5%) durch grössere Gewinne auf. Logitech sind nach den Abgaben des Vortages (-1,7%) auf tieferem Niveau wieder gesucht. Holcim würden davon begünstigt, dass die Titel von der ZKB anstelle von Givaudan (-0,4%) in das "Portfolio Schweiz Standardwerte" aufgenommen wurden, hiess es unter Marktbeobachtern. ABB wurden von Cheuvreux auf die "European Selected List Large Caps" gesetzt.
Unter den Finanziteln haben CS (+2,1% auf 38,85 CHF) und UBS (+1,0% auf 15,73 CHF) die Nase vorn. In diesen Titeln hat zwar die Deutsche Bank die Kursziele etwas zurück genommen auf 46 von 48 CHF bzw. 18 von 21 CHF, doch besteht weiterhin beträchtliches Aufwärtspotenzial. Zudem gehörte CS vergangenens Jahr den schlecht performenden SMI-Titeln. Julius Bär (+0,8%) notieren ebenfalls höher.
Weiter legen auch ZFS (+0,9%) und Swiss Re (+0,6%) etwas deutlicher zu. In Swiss Re (Vortag +2,4%) wird teils die jüngste Kurssteigerung als ungerechtfertigt angesehen und zur Zurückhaltung geraten. Erste Schadenschätzungen aus den Überschwemmungen in Australien seien frühestens in 10-14 Tagen zu erwarten, sofern die Schäden "materiell" seien, hiess es beim Rückversicherer.
Vor allem Swatch (-2,2%) werden hingegen veräussert; Richemont (-0,1%) halten sich besser. Die beiden Luxusgütertitel gehörten zu den grössten Kursgewinnern im SMI/SLI im vergangenen Jahr.
Die defensiven Indexschwergewichte Nestlé (-0,5%) begrenzen die Avancen im SMI jedoch. Marktbeobachter sprechen von grösseren Umschichtungen in den Mitbewerber Unilever. Angesichts der derzeit bevorzugten zyklischen und Finanztiteln sind auch Novartis (unverändert) und Roche (+0,2%) kaum gesucht. Die beiden Pharmawerte seien allerdings tief bewertet und wiesen eine attraktive Dividendenrendite auf, hiess es unter Marktbeobachtern.
Swisscom (+0,8%) sieht sich vertieften Untersuchungen der Glasfasernetz-Kooperationen in St. Gallen und im Kanton Freiburg durch die Weko gegenüber.
Im breiten Markt sind ebenfalls konjunktursensitive Titel weiterhin gesucht - wie Micronas (+8,8%), OC Oerlikon (+5,9%), LEM (+4,8%), Burckhardt (+4,7%), AFG (+4,0%) oder Panalpina (+3,9%).
Deutlich im Angebot liegen hingegen u.a. Edipresse (-6,2%), Repower (-4,2%) oder IVF Hartmann (-3,9%). Letztere performten im Vorjahr ausserordentlich gut.
rt/cf

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