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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montagmittag weiterhin mit leichten Verlusten. Händlern zufolge bremsten durchwachsene Vorgaben aus Übersee die Kurse. Mangels Unternehmensnews vor allem von grösseren Unternehmen sei jedoch ein ziemlich lustloser Handel zu verzeichnen, heisst es weiter.
Marktbewegende Konjunkturdaten werden im Tagesverlauf nicht erwartet. Der Blick der Anleger richtet sich im breiten Markt indes auf gleich zwei Übernahmen: Meyer Burger will die deutsche Roth&Rau, übernehmen. Indes wird Schulthess selbst zum Ziel einer Übernahme durch die schwedische NIBE. Am Abend liegt der Fokus dann wieder in den USA. Dort eröffnet Alcoa traditionell die Berichtssaison, was ab dem Dienstag wieder für Impulse sorgen dürfte.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert mittags 0,12% tiefer auf 6'450,08 Zählern. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,17% auf 1'031,15 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,10% auf 5'883,93 Punkte.
An der Spitze im SMI/SLI stehen Givaudan mit plus 1,5%. Die Titel profitieren von einer Hochstufung durch Nomura. Auch andere Analysten äusserten sich nach den Umsatzzahlen zum ersten Quartal am Freitag zu den Titeln. Ebenfalls deutlich höher stehen Synthes (+0,9%). Wegen der negativen Entwicklung bei Sonova seien vermehrt Umschichtungen in andere Medtech-Titel feststellbar, so ein Händler.
Adecco (+0,2%) stehen etwas höher. Die Aktien des Personaldienstleisters erhalten von den März-Zahlen des Temporärsektors in Frankreich Unterstützung. Obwohl sich das Wachstum gegenüber Februar leicht auf 17,2% abgeschwächt hat, signalisiere dies keinesfalls ein nachlassendes Momentum, heisst es in Marktkreisen. Zudem haben Analysten der RBS in einer Studie festgestellt, dass der "bullische Case" bei Adecco ungebrochen Bestand habe. Die Titel werden mit der Einstufung "Buy" zum Kauf empfohlen.
Unter den grössten Verlierern sind besagte Sonova mit minus 1,5% zu finden. Der Hörgerätehersteller kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat im Zusammenhang mit dem möglichen Insiderhandel bei Sonova ein Strafverfahren eingeleitet, das ehemalige Top-Management vorübergehend in Haft gesetzt und Akten angefordert. Ebenfalls tiefer notieren Logitech, Swiss Re (je -1,0%) und ABB (-0,9%).
Novartis geben um 0,5% nach. Der Pharmakonzern stellt einerseits die klinischen Versuche von Tasigna als Erstlinientherapie für neu diagnostizierte Patienten mit nicht operierbarem oder metastasierendem gastrointestinalem Stromatumor (GIST) ein. Derweil hat das orale Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya in Langzeitstudien seine Wirksamkeit erwiesen. Bereits am Freitagabend wurde bekannt, dass Novartis seinen Antrag für zusätzliche Anwendungen für das Medikament Afinitor bei der US-Behörde FDA einschränkt.
Die Aktien von Swatch stehen nach einem Interview in der Wochenendpresse 0,1% höher. Die Frankenstärke hat den Uhren- und Schmuckkonzern laut einem Interview mit CEO Nick Hayek in den ersten drei Monaten 150 Mio CHF beim Umsatz gekostet. Richemont notieren 0,6% tiefer.
Julius Bär notieren unverändert. Die Aktien werden ex Dividende von 0,60 CHF gehandelt.
Der Fokus liegt am heutigen Montag aber klar auf den Übernahmen in der zweiten Reihe. Meyer Burger will sich mit dem Kauf des deutschen Solar-Maschinenbauers Roth&Rau stärken - die Aktien verlieren 1,6%. Der Zulieferer für die Solarindustrie hat sich bereits 11,3% der Anteile von den bisherigen Hauptaktionären gesichert und bietet für die restlichen Titel im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 22 EUR je Aktie in bar.
Hingegen springen Schulthess um 10,9% hoch. Die schwedische NIBE will den in der Wasch- und Wärmetechnik tätige Unternehmen für insgesamt 60 CHF je Namenaktie übernehmen. Der Verwaltungsrat und das Management stehen dem Angebot positiv gegenüber. Verschiedene Kernaktionäre, inklusive VRP Rudolf Kägi, mit einem Kapitalanteil von insgesamt 31,13% hätten bereits individuelle Aktienkaufverträge mit NIBE unterzeichnet. Vontobel sieht den Übernahmepreis als etwas niedrig an.
Burkhalter steigen nach Zahlen für 2010 um 8,7%. Die Elektroinstallations-Gruppe hat Umsatz und Gewinn gesteigert, die Aktionäre sollen eine steuerfreie Dividende von 12,00 CHF je Aktie erhalten. Dem gegenüber verlieren Swiss Metal nach der Verschiebung der Zahlenpublikation 8,5%.
dl/ra

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