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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Donnerstag mit klaren Verlusten eröffnet, sich bis zum Mittag aber weitgehend davon erholen können. Laut Händlern waren die Abgaben im frühen Handel vor allem auf die mässigen Vorgaben sowie auf die Unsicherheit im Finanzsektor zurückzuführen. Sorgen um das irische Bankensystem und speziell die Rettung der Grossbank Anglo Irish, aber auch die Rating-Rückstufung von Moody's für Spanien hätten vor allem zu Handelsbeginn auf die Stimmung gedrückt, hiess es.
Im Verlauf hätten sich die Gemüter dann aber wieder etwas beruhigt. Trotz vieler schlechter News in letzter Zeit hätten sich die Börsen zuletzt meist recht gut gehalten, meinte ein Händler, das sei nun offenbar auch heute so. Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass das Auf und Ab im SMI innerhalb der Bandbreite von 6'000 bis 6'500 Punkten noch einige Zeit weitergehen dürfte. Neue Impulse liefern könnte den Spezialisten zufolge höchstens die Berichtssaison zum dritten Quartal, die in Bälde beginnen wird. Kurzfristig könnte am Nachmittag noch etwas Bewegung in den Markt kommen, steht doch die Veröffentlichung diverser US-Konjunkturdaten wie wöchentliche Erstanträge, Chicagoer Einkaufsmanagerindex oder (revidierte) BIP-Zahlen an.
Der Leitindex SMI steht zur Mittagszeit noch 0,08% tiefer auf dem Stand von 6'306,38 Punkten, das bisherige Tagestief liegt bei rund 6'276 Zählern. Am (heutigen) Donnerstag endet auch das dritte Quartal, der SMI erreicht mit dem derzeitigen Stand eine Jahresperformance von -3,6%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert derweil am Donnerstag um 0,10% auf 970,33 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) ebenfalls 0,10% auf 5'598,30 Zähler.
Im Fokus standen vor allem zu Handelsbeginn die Bankentitel. So hat die UBS vorbörslich über die Auswirkungen neuer Eigenkapitalvorschriften informiert. Sie rechnet damit, die vorgeschriebenen Kernkapitalquoten durch einbehaltene Gewinne bis 2013 erreichen zu können. Eine Kapitalerhöhung sei nicht vorgesehen, Dividendenzahlungen seien vorläufig aber auch nicht zu erwarten. An einer Präsentation in London hat sich CFO John Cryan ausserdem nicht sehr euphorisch zum Geschäftsverlauf geäussert. Die Kundenaktivitäten seien auch im dritten Quartal niedrig geblieben, sagte er.
Nach einem sehr schwachen Beginn erholte sich die UBS-Aktie aber recht deutlich und liegt zur Berichtszeitpunkt lediglich noch 0,2% im Minus. Weiter zu den schwächsten Werten gehören hingegen Credit Suisse (-1,5%). Deren Management hatte sich am Vortag ebenfalls eher vorsichtig zum Verlauf des Geschäftes geäussert. Die Grossbanken warten ausserdem auf die Anfang nächster Woche anstehenden News zum sogenannten "Swiss Finish", d.h. den für die hiesigen Banken geltenden Eigenkapitalvorschriften.
Die grössten Verluste unter den Blue Chips gehen derzeit allerdings an Nobel Biocare (-1,9%), Swiss Re (-1,1%), Petroplus (-1,1%), Swiss Life (-1,0%) sowie Julius Bär (-1,0%), ohne dass dazu fundamentale News vorhanden wären.
ABB (-0,4%) wird insgesamt 58 Mio USD Strafe zahlen, nachdem eine US-Tochter einen Verstoss gegen Anti-Korruptionsgesetze eingestanden hat. Die US-Tochter ABB Inc. hat zugegeben, Bestechungsgelder gezahlt zu haben, um in Mexiko an Aufträge zu kommen. Die Strafzahlung habe weder einen Einfluss auf den EBIT noch auf den Reingewinn, hiess es von Seiten des Unternehmens.
Ausserdem geht der Streit um die Alcon-Minderheitsaktionäre weiter. Novartis (-0,5%) sieht sich bei der geplanten Alcon-Fusion weiterhin rechtlich auf der sicheren Seite. Ein Rechtsexperte habe die Rechtslage zur vorgeschlagenen Fusion mit Alcon überprüft und zugunsten von Novartis für gültig erklärt, teilte der Pharmakonzern mit. Für einmal grösster Gewinner ist Roche mit einem Plus von 2,0%. Der Titel war in den letzten zwei Wochen wegen negativer Produktenews und Umschichtungen in andere Pharmatitel um rund 10% gesunken. Heute profitiere er von einer Trading-Kaufempfehlung einer US-Bank, hiess es im Handel. Logitech (+1,8%) profitieren von einer Höherstufung ebenfalls durch eine US-Bank. Über 1% im Plus notieren zudem noch Swatch (+1,4%).
Im breiten Markt stehen Gategroup (-7,2%) als Top-Verlierer im Fokus. Der Airline-Caterer plant eine Kapitalerhöhung mit einem Nettoerlös von rund 200 Mio CHF zur Bilanzstärkung und zur Wachstumsfinanzierung. Auf der anderen Seite ragen Cosmo (+14,3%) heraus, dies nach positiven Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit von Budesonide MMX bei der Behandlung von Dickdarmentzündungen. Orascom (-1,3%) hat die Kapitalerhöhung abgeschlossen und dabei einen Bruttoerlös von 185 Mio CHF eingenommen.
uh/ps

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