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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstagmittag im Einklang mit den wichtigsten europäischen Börsenplätzen mit schwächeren Notierungen. Der Standardwerte-Index verliert seit dem Handelsauftakt kontinuierlich an Boden. Eine technische Gegenreaktion auf die jüngste Entwicklung wird von Marktteilnehmern unter anderem als Ursache angeführt. "Alle Indikatoren weissen darauf hin, dass wir überkauft sind", sagte ein Experte. Die heutige Entwicklung trübe jedoch die Stimmung nicht, das Gesamtbild sei immer noch positiv.
Die deutlichsten Verluste verbucht die Finanzbranche. Hier verbilligen sich die Titel der CS am deutlichsten. Die Bank verkündete deutliche Gewinnrückgänge. Auch ZFS haben sich in die Bücher blicken lassen, geben in der Folge jedoch weniger nach.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI notiert um 12.20 Uhr 0,71% tiefer auf 6'584,63 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,94% auf 1'058,84 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,72% auf 5'914,86 Zähler.
Credit Suisse (-4,3%) geben im Standardwerte-Index am deutlichsten nach. Analystenkommentaren zufolge liegt das Ergebnis für das vierte Quartal unter den Erwartungen. Analysten sprechen von einem wenig inspirierenden Zahlenkranz. Zwar schnitt die Grossbank operativ in etwa im Rahmen der Erwartungen ab, aber auf Stufe Reingewinn verfehlte das Institut die Marktprognosen. Belasten dürften die Aktie auch die reduzierten Finanzziele sowie die tiefere Dividende sein.
Die wenig inspirierenden Zahlen belasten auch UBS (-0,8%) etwas, Julius Bär (+0,7%) entziehen sich dagegen dem Abwärtssog und notieren im Plus.
ZFS (-1,2%) stehen als zweiter Blue Chip mit den Jahreszahlen im Fokus und nach Gewinnen in den ersten Handelsminuten mittlerweile im Minus. Die einen Analysten sprechen von einem soliden Resultat, mit welchem die Zurich die Vorgaben des Marktes leicht übertroffen habe. Die Abschläge seien denn auch vor dem Hintergrund der technischen Gegenreaktion zu sehen. Andere Experten wiederum kritisieren, der Reingewinn sei von einer ungewöhnlich tiefen Steuerbelastung aufgebläht worden. Weitere Kritikpunkte sind das eher mässige Ergebnis der US-Tochter Farmers sowie die insgesamt rückläufige Prämienentwicklung. Baloise verbilligen sich um 2,3%, Swiss Re um 1,6%.
Transocean (-1,8%) geben nach, obwohl das Unternehmen von einer Tochtergesellschaft der Statoil ASA einen über drei Jahre laufenden Auftrag für Operationen in Norwegen erhalten hat. Holcim (-1,0%) profitieren nicht von den jüngsten Zahlen des Konkurrenten HeidelbergCement, dem eine deutliche Erholung in Nordamerika und Europa zu einem Ergebnissprung verholfen hat. Allerdings lag der Konkurrent mit den Zahlen unter den Markterwartungen.
Indexschwergewicht Nestlé (+0,7%) bewahrt derweil den Gesamtmarkt vor weiterem Abrutschen. Fundamentale Neuigkeiten gibt es zu den Titeln nicht. "In der Situation, in der sich der Markt heute befindet neigen die Anleger traditionell dazu, Nestlé zu kaufen", sagt ein Händler. Auf der Gewinnerseite sind auch SGS (+0,6%) zu finden. Die Titel setzen damit die positive Entwicklung seit Jahresbeginn fort.
In der zweiten Reihe verlieren Kardex (-3,0%). Das Unternehmen hat den Umsatz nur aufgrund der Akquisitionen gesteigert und erwartet zudem aufgrund der tiefen Nachfrage und der gesunkenen Preise rote Zahlen. Basilea (-0,3%) schliesst das Geschäftsjahr 2010 mit einem Gewinn ab. Möglich gemacht habe dies vor allem eine schiedsgerichtlich angeordnete Zahlung von Johnson & Johnson wegen Verletzungen eines Lizenzvertrages. Abwärts geht es auch bei Infranor (-6,1%) und Implenia (-3,6%).
Straumann (+0,6%) legen dagegen zu, obwohl die Titel im Vorfeld der Zahlenpublikation von der Commerzbank auf "Hold" von bisher "Buy" reduziert werden. Auf der Gewinnerseite stehen auch Cytos (+1,1%). Das Biotechnologieunternehmen will neue Daten zu einem Produktkandidaten zur Behandlung von allergischem Asthma und Rhinitis vorstellen.
ps/uh

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