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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag fest in die neue Woche respektive den neuen Monat gestartet. Gute Vorgaben aus den USA und Asien führten den Leitindex SMI schon früh über die Widerstands-Marke von 6'250 Punkten. In der Folge wurden die Gewinne insbesondere dank starken Avancen einiger Zykliker und Finanztitel sowie den Kursgewinnen des Index-Schwergewichts Novartis ausgeweitet. Die Anleger würden nun auf neue Impulse warten, heisst es am Markt. In den Fokus rücken dabei die Daten zu dem vom Institute for Supply Management (ISM) erhobenen Index für das verarbeitende Gewerbe im Juli.
Der Juli war für den SMI mit einem Aufschlag von über 7% der beste Monat seit einem Jahr und seit März 2010 der erste Monat mit einer positiven Performance. Dafür verantwortlich sei der bislang gute Verlauf der Berichtssaison, heisst es in einem Händlerkommentar. Nun stelle sich die Frage, wie stark die konjunkturelle Wachstumsverlangsamung ausfallen werde. In den kommenden ein bis zwei Wochen ist laut Chartanalysten mit etwas höheren Kursen und maximal mit einem Test bei 6'400 Punkten aber auch mit Auf- und Abbewegungen zu rechnen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steigt bis um 12.10 Uhr um 1,42% auf 6'289,07 (Tageshöchst: 6'290) Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,75% auf 971,90 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,34% auf 5'563,26 Stellen.
Einige Finanztitel tendieren am Montag sehr fest. So steigen Julius Bär um 2,7%, Swiss Life um 2,7% oder Bâloise um 2,1%. Credit Suisse (+2,2%) bleiben nach der sehr guten Performance der Vorwoche weiterhin gefragt, UBS (+1,3% auf 18,03 CHF) legen nicht ganz so deutlich zu. Über Erwarten gute Zahlen lieferten am Montag die französische Bank BNP Paribas und das britische Geldhaus HSBC ab. Die Commerzbank hat das Kursziel für UBS auf 20 CHF von bisher 17 CHF erhöht.
Transocean (+3,3%) gehören am Mittag zu den am stärksten nachgefragten SMI/SLI-Aktien. Im Golf von Mexiko könnte es schon bald zu einer Versiegelung des Öllecks kommen.
Die Papiere von Nobel Biocare (+3,4% auf 18,13 CHF) wurden im Zuge einer Branchenstudie zur europäischen Medizinaltechnikindustrie von Merrill Lynch wieder mit "Neutral" und einem Kursziel von 19,20 CHF aufgenommen. Die Abdeckung von Sonova (+2,9%) wurde in der Studie mit "Neutral", das Rating zu Straumann (+1,5%) mit "Buy" und jenes von Synthes (+1,5% auf 121,60 CHF) mit "Underperform" eingestuft. Von der UBS werden Synthes dagegen zum "Kauf" empfohlen, allerdings wurde das Rating auf 140 von 162 CHF zurückgenommen.
Steigende Kurse sind bei einigen Zyklikern zu sehen. So steigen Adecco um 2,9%, Logitech um 2,9% oder SGS um 2,8%.
Bei den Index-Schwergewichten legen Novartis um 1,9% deutlich zu. Roche (+0,4%) und Nestlé (+0,7% auf 51,85 CHF) bewegen sich derweil kaum. Bei der Übernahme des Augenheilmittelkonzerns Alcon hält der Widerstand gegen Novartis weiterhin an. Ein Bericht der auf Corporate-Governance-Themen spezialisierten RiskMetrics empfiehlt den Alcon-Minderheitsaktionären, an der kommenden ausserordentlichen Generalversammlung gegen die Zuwahl von fünf Novartis-Vertretern in den Verwaltungsrat von Alcon zu stimmen.
Im breiten Markt legen ADB um 7,7% zu. ADB gab bekannt, dass das Unternehmen gut 19% Erwerbs- und 8,2% Veräusserungspositionen hält. Pargesa steigen nach Halbjahreszahlen um 1,1%.
Panalpina gewinnen 1,3% dazu. Die US-Behörden stellen offenbar ein Zivilverfahren gegen den Logistikkonzern ein. Im Rahmen eines Vergleichs werden den Behörden nun 375'000 USD bezahlt. Am Mittwoch wird Panalpina über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr berichten.
Auf der Gegenseite geben Ci Com (-8,4%), BT&T (-8,1%) oder New Venturetec (-7,5%) am deutlichsten nach.
mk/cf

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