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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Kursverlusten in den Handel gestartet, hat aber bis im Verlauf des Morgens in die Gewinnzone gedreht. Die Unruhen in Libyen und in anderen arabischen Staaten belasteten nach wie vor einen Grossteil der Aktien, sagte ein Händler. Insbesondere Zykliker würden unter den steigenden Ölpreisen und den damit wachsenden Konjunktursorgen leiden. Dagegen erhält der Leitindex kräftige Unterstützung der defensiven Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé.
Die Lage an den internationalen Börsen bleibt von der angespannten Lage in Libyen geprägt. An den beiden vergangenen Tagen verlor der SMI dadurch knapp 100 Punkte. Dabei hätten die Anleger die in den letzten Wochen erzielten Kursgewinne teilweise realisiert. Auf der anderen Seite würden am Schweizer Aktienmarkt zunehmende Käufe aus Arabien und Südeuropa für einen Kursauftrieb in ausgewählten Blue Chips sorgen, hiess es. In der zweiten Handelshälfte könnten einige US-Daten etwa zum Immobilien- und Ölmarkt den Börsen neue Impulse geben.
Bis um 12.10 Uhr steigt der SMI um 0,28% auf 6'640,71 Punkte und liegt nahe am Tageshöchstwert. Damit konnte der Schweizer Leitindex die Marke von 6'600 Punkten nach einem schwachen Start (Tagestiefst: 6'590 Stellen) zurückgewinnen. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt mit 0,04% auf 1'060,93 Punkte leicht nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) steigt minim um 0,06% auf 5'942,49 Zähler.
Im Blue-Chips-Segment prägen die Index-Schwergewichte Novartis (+1,0%), Roche (+0,5%) und Nestlé (+0,3%) das Bild. Insbesondere die beiden defensiven Pharmatitel konnten im Tagesverlauf zulegen. Während bei Roche die Meldung einer in Japan für Xeloda erhaltenen Zulassung einer Zusatzindikation bei Darmkrebs keinen wesentlichen Einfluss auf die Kursentwicklung haben dürfte, würden bei Novartis wohl einige Zukäufe mit Blick auf die morgen anstehende Dividendenausschüttung getätigt, so der Händler.
Zu den Gewinneraktien gehören auch einige Finanztitel. So steigen Credit Suisse um 0,6%, UBS um 0,4%, Swiss Re um 0,1% oder ZFS um 0,3%. Die Versicherer zeigen sich vom verheerenden Erdbeben in Neuseeland, welches in der Branche hohe Schadenleistungen auslösen wird, wenig beeindruckt. Dagegen hoben die UBS für Swiss Re und die Deutsche Bank für ZFS das Kursziel an.
Unternehmensnachrichten sind bei den Blue Chips dünn gesät. Am Abend nach US-Börsenschluss berichtet die Ölbohrspezialistin Transocean über das abgelaufene Jahr. An der Börse sind Transocean (+0,2%) nach den Verlusten vom Dienstag in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dagegen weiten die Aktien der Raffineriebetreiberin Petroplus (-1,9%) unter dem Eindruck steigender Ölnotierungen aus.
Überdurchschnittliche Abgaben verzeichnen zudem eine Reihe von anderen konjunktursensitiven Aktien. So büssen zum Beispiel Clariant 1,8% ein. Die Chemiebranche tut sich in einem Umfeld mit steigenden Ölpreisen traditionell schwer, die Margen könnten so unter Druck kommen.
Weitere Verlierer bei den Zyklikern sind etwa Holcim (-2,2%). Am Markt wachsen Händlern zufolge die Sorgen über die Anfang März eintreffenden Holcim-Jahreszahlen. HSBC habe mit einer negativen Einschätzung der zu erwartenden Ergebnisse die Holcim-Schwäche ausgelöst.
Bei Logitech (-1,9%) dürften derweil die enttäuschenden Zahlen des Computerkonzerns Hewlett Packard belasten. Zur Schwäche neigen auch Kühne + Nagel (-1,6%) aus der Logistikbranche oder Nobel Biocare (-1,4%) im Zahnimplantate-Markt.
Synthes gewinnen dagegen um 0,3% auf 128,50 dazu. Die Citigroup hob das Kursziel für das Medizinaltechnikunternehmen auf 128,50 von 125 CHF an. Synthes habe im vierten Quartal im Bereich Trauma eine starke Performance gezeigt, blicken die Analysten auf den Zahlenausweis von vergangener Woche zurück.
Am breiten Markt hat die Herstellerin von Empfangsgeräten für Digital-TV ADB (Aktie: +2,6%) mit den Gewinnzahlen die die Markterwartungen leicht übertroffen. Die Titel des Genfer Pharma-Unternehmen Addex notieren nach Jahreszahlen dagegen mit 1,3% im Minus, Vontobel geben um 2,7% nach und Precious Woods verlieren nach vorläufigen Zahlen um 3,3%.
Gategroup verlieren 3,8%. Beim Airline-Caterer ist es zu einem grösseren Betrugsfall gekommen. Die Betrugssumme über eine Zeitperiode von drei Jahren belief sich auf insgesamt 22 Mio CHF, wovon der grössere Teil vor 2010 angefallen sei.
AFG (Aktie: -3,1%) hat sich derweil mit dem Präsidenten und Noch-Konzernchef Edgar Oehler für zum Teil privat genutzte Werte und Leistungen zu einer Zahlung von 2,4 Mio CHF geeinigt. Im Gegenzug erhält Oehler rund eine halbe Million Franken für nicht bezogene Ferien.
mk/rt

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