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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt bleibt am Mittwoch im Einklang mit anderen europäischen Börsenplätzen unter Druck. Am Markt wird von einem trägen und sehr dünnen Geschäft gesprochen. Die Stimmung werde weiterhin von Sorgen über die Finanzkraft der europäischen Banken getrübt, sagte ein Händler in Zürich. Daran dürfte sich seines Ermessens auch im weiteren Verlauf nicht viel ändern. Allenfalls könne die Eröffnung der Wall Street neue Impulse setzen, kursrelevante Konjunkturnachrichten seien aber auch in Amerika erst im späteren Verlauf angesagt, so der Händler. Das vielbeachtete Beige Book des Fed wird erst nach Börsenschluss in Europa publiziert.
Hierzulande stehen neben den Banken weiter Richemont nach dem Trading-Statement und Swisscom nach dem Übernahmeangebot für die Tochter Fastweb im Fokus. Auf Kaufinteresse stossen ausserdem Lonza nach einer Produktionsvereinbarung mit GlaxoSmithKline.
Bis um 11.55 Uhr sinkt der Leitindex SMI um 0,59% auf 6'322,92 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,77% auf 958,00 Stellen und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,61% auf 5'577,39 Zähler.
Europaweit stehen die Bankenwerte wie bereits am Vortag überdurchschnittlich unter Druck. Laut Händlern belasten weiterhin Sorgen um eine zu geringe Kapitaldecke der Banken. Die Anleger fürchteten, dass die Finanzinstitute eventuell frisches Kapital aufnehmen müssen, um neuen Regulierungsvorschriften gerecht werden zu können. Auch die Möglichkeit eines erneuten Aufflackerns der europäischen Schuldenkrise habe die Anleger verunsichert, sagen Beobachter.
Am hiesigen Markt verlieren UBS 1,8%, CS 1,7% und Julius Bär 1,6%. Bernstein hat die Titel der Credit Suisse auf "Outperform" von "Marketperform" hochgestuft und das Kursziel erhöht. Langfristig gesehen seien Bankaktien derzeit günstig bewertet, heisst es.
Von den Assekuranzen verbilligen sich Swiss Re (-0,9%), Swiss Life (-0,8%) und ZFS (-0,7%) etwas stärker als der Gesamtmarkt und als Baloise (-0,6%).
Richemont verlieren 1,2%; die Papiere der Konkurrentin Swatch (-0,8%) geben derweil etwas weniger nach. Richemont hat in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2010/11 einen deutlichen Umsatzanstieg erzielt und damit die Markterwartungen klar übertroffen. Mit dem Umsatzwachstum stehe der Luxusgüterhersteller im europäischen Branchenvergleich weit oben, sagen Beobachter. Die Abgaben werden denn auch hauptsächlich auf Gewinnmitnahmen zurückgeführt.
Swisscom notieren unverändert. Der Telekomkonzern will die Tochter Fastweb komplett übernehmen und unterbreitet dazu den verbliebenen Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien in Höhe von 18 EUR je Aktie in bar. Von Analystenseite wird die Transaktion als strategisch sinnvoll und der Preis als angemessen bezeichnet.
Die defensiven Indexschwergewichte Nestlé (-0,3%), Roche (-0,1%) und Novartis (+0,2%) halten sich besser als der schwache Gesamtmarkt.
Auf der Gewinnerseite haben inzwischen Holcim (+0,9%) die Führungsposition übernommen. Die Titel profitieren Beobachtern zufolge von einer positiven Sektorstudie der Bank Nomura. Zudem stütze weiterhin die Ankündigung eines Infrastrukturprogrammes durch die US-Regierung, heisst es am Markt. Holcim seien ihre bevorzugten Valoren im Sektor, da das Unternehmen eine starke Bilanz und die richtigen langfristigen Wachstumstreiber auf seiner Seite habe, schreiben die Analysten von Nomura.
Lonza (+0,5%) sind klar von den frühen Höchstständen zurückgekommen. Der Konzern hat mit GlaxoSmithKline ein Produktionsabkommen für monoklonale Antikörper vereinbart. Am Markt wird die Nachricht als "positiv" gewertet.
Am breiten Markt legen Addex um 1,8% zu. Das Unternehmen hat von der Michael J. Fox Stiftung eine Finanzierung von 900'000 USD für eine Phase-II-Studie mit ADX48621 für die Behandlung von Levodopa-induzierten Dyskinesien bei Parkinson erhalten.
ch/ra

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