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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag erneut mit Verlusten aufgenommen, diese dann bis am Mittag aber stark abgebaut. Offenbar zeichnet sich in der Diskussion um das Hilfspaket für Griechenland eine Lösung ab. Deutschland und Frankreich fordern eine rasche Lösung für ein zweites Griechenland-Rettungspaket und wollen die Europäische Zentralbank (EZB) eng einbeziehen. Die Finanzmärkte haben positiv reagiert und der Euro konnte zulegen.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hielt fest, dass für die Beteiligung privater Halter griechischer Staatspapiere ein Durchbruch erzielt werden konnte. Dabei sprachen sich Frankreich und Deutschland für die "Wiener Lösung" aus. Demnach sollen auslaufende griechische Staatstitel gegen neue Anleihen getauscht werden. Für eine Umsetzung dieser Massnahmen sei aber die volle Unterstützung der EZB notwendig, so Sarkozy weiter. Für weiter Bewegung könnte am Nachmittag insbesondere das von der Uni Michigan ermittelte US-Konsumentenvertrauen sorgen.
Bis um 12.30 Uhr verliert der Schweizer Leitindex SMI noch 0,15% auf 6'148,15 Punkte, das Tagestiefst steht bei 6'101 Einheiten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,28% auf 952,04 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,17% auf 5'641,65 Punkte.
Am Tabellenende sind in erster Linie konjunktursensitive Titel zu finden. Lonza geben um 1,9% nach. Die ZKB hat das Rating auf "Marktgewichten" gesenkt. Grössere Abgaben sind etwa auch noch bei Syngenta (-1,9%) oder der im Ölsektor tätigen Weatherford (-2,4%) und Transocean (-1,0%) auszumachen. Beide Titel sind am Vorabend bereits im US-Handel ziemlich stark unter Druck gekommen.
Holcim verlieren um 1,3%. Gemäss Pressemeldungen sind die beiden indischen Holcim-Tochtergesellschaften Ambuja Cements und ACC sind ins Visier der indische Kartellbehörde SFIO (Serious Fraud Investigation Office) gekommen. Dabei wird das Verhalten der Zementhersteller in den vergangenen zehn Jahren untersucht.
SGS haben die hohen Verluste aus dem frühen Geschäft etwas abgebaut und sinken noch um 1,2%. Der Warenprüfkonzern hat die britische Correl Rail übernommen. Das Kaufobjekt ist allerdings mit einem Umsatz von 2,1 Mio GBP klein. Vielmehr dürfte die Ratingsenkung auf "Neutral" nach "Buy" durch Goldman Sachs ins Gewicht fallen.
Die Finanzwerte sind mit den positiven Nachrichten zu Griechenland zumeist in die Gewinnzone geklettert. So steigen bei den Banken UBS um 0,7% und Julius Bär um 0,5% während Credit Suisse noch um 0,7% nachgeben. Bei den Assekuranzen drehen Swiss Re (+0,7%), Bâloise (+1,2%) und Swiss Life (+1,4%) ins Plus.
ZFS notieren unverändert auf 216,70 CHF. Die Deutsche Bank hat für ZFS das Kursziel auf 262 nach 270 CHF gesenkt, bewertet den Titel allerdings immer noch als "Kauf". Der Analyst rechnet mit einer nachhaltigen Dividende, denn ZFS sei mit der heutigen Bilanzsituation in der Lage, allfällige weitere substanzielle Schocks zu verdauen.
Actelion bleiben im Plus und gewinnen 0,5% dazu. BNP Paribas hat das Rating auf "Outperform" von "Neutral" erhöht. Kühne+Nagel steigen um 0,4%, obwohl die UBS das Kursziel leicht gesenkt hat.
Bei den Index-Schwergewichten stützen Nestlé (+0,3%) und Roche (+0,1%) den Markt. Novartis verlieren leichte 0,3%. Der Pharmakonzern hat über den Baubeginn einer pharmazeutischen Produktionsanlage in St.Petersburg berichtet. Die Investition in die geographische Diversifizierung sei erfreulich, heisst es im Handel dazu.
Im breiten Markt profitieren Acino (+1,1%) von einem Produktionsvertrag mit Bayer. Der Vertrag wurde für die Herstellung eines neuartigen Verhütungspflasters des deutschen Konzerns abgeschlossen. Die Aktien der Bank Vontobel wurden von der UBS auf "Neutral" hochgestuft und legen um 1,0% zu. Dieselbe Bank empfiehlt EFG International (+1,8%) neu zum Kauf.
Austriamicrosystem verlieren deutliche 5,2%. Die Titel haben bereits am Donnerstag um über 2% nachgeben, nachdem der Schaltkreis-Hersteller den rund 320 Mio USD teuren Zukauf der US-amerikanische Texas Advanced Optoelectronic Solutions (TAOS) verkündet hat.
mk/ps

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