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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Dienstag aufgrund der schwächeren Vorgaben aus New York mit tieferen Kursen eröffnet und die Verluste bis zur Mittagszeit noch etwas ausgebaut. Zu einem Teil gehen die Verluste allerdings auf den Dividendenabgang bei den indexschweren ABB und CS zurück. Händler meinen, die anfänglich positive Reaktion auf die Nachricht vom Tod Osama bin Ladens am Vortag seien schnell verpufft, entsprechend seien wieder andere Faktoren in den Vordergrund gerückt.
Dabei verweisen sie vor allem darauf, dass die kräftigen Kursgewinne der vergangenen Wochen zuerst einmal verdaut werden müssten. Die guten Quartals-Unternehmensgewinne seien nun allgemein bekannt und würden kaum mehr für zusätzlichen Schub sorgen. Risikofaktoren wie der Ölpreis oder die Schuldenkrise dürften wieder vermehrt ins Blickfeld der Investoren geraten, so der Kommentar einer Bank. Insgesamt sei das Geschehen aber eher träge und ruhig, hiess es. Am Nachmittag könnten laut Händlern die Auftragseingänge der US-Industrie für weitere Impulse sorgen.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI notiert zur Mittagszeit 0,67% tiefer bei 6'500,86 Punkten und damit nahe dem bisherigen Tagestief. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 0,84% auf 1'029,74 Zähler ein. Zur Berichtszeit gibt es bei den Blue Chips neben 24 Verlierern lediglich 6 Gewinner. Beim breiten Swiss Performance Index (SPI) ist das Minus 0,31% auf 6'000,51 Punkte. Hier werden die Dividendenabgänge nicht herausgerechnet, daher der relativ grosse Unterschied.
Positive Beachtung am Markt findet am Berichtstag vor allem die Quartals-Berichterstattung von Geberit (+3,7%). Der Sanitärkonzern hat mit seinen Umsatz- und Gewinnzahlen die Schätzungen der Analysten deutlich übertroffen. Trotz hohen Währungsverlusten beim Umsatz habe die EBIT-Marge von über 24% gehalten werden können, hiess es etwa bei Wegelin. Es scheine, als würden sich auch die gestiegenen Rohstoffpreise weniger negativ auswirken als bisher angenommen. Entsprechend legt die Aktie deutlich zu, obwohl die Bewertung schon hoch sei, wie angeführt wird.
Der vom Lebensversicherer Swiss Life (-4,4%) vorgelegte Zwischen-Bericht wird dagegen insgesamt als deutliche Enttäuschung bezeichnet. Mit Ausnahme der erfreulichen Entwicklung des wichtigen Schweiz-Geschäftes überzeuge der Zahlensatz nicht, hiess es. Auch der Rückgang des Solvabilitätsratio sorge kaum für Freude bei den Anlegern.
Zu den schwächsten Titeln gehören zur Berichtszeit ausserdem CS (-3,2%), Baloise (-3,2%) und ABB (-2,8%), wobei bei allen drei heute die Dividende wegfällt. Ohne diesen Effekt wären Baloise deutlich im Plus, während die anderen beiden im Rahmen des Vortagesschlusses notieren würden. Zu den grössten Verlieren bei den SMI/SLI-Titel gehören neben den obigen Titeln die beiden Ölwerte Weatherford (-3,0%) und Transocean (-2,8%).
Lonza (+0,3%) dürften von der Meldung, dass der US-amerikanische Vermögensverwalter Manning & Napier Advisors seine Beteiligung am Unternehmen erhöht hat, profitieren. Ein klares Plus gibt es ausserdem bei den Pharmawerten Roche (+0,3%) und Novartis (+0,4%), wobei hier keine konkreten Meldungen vorhanden sind. Die Titel setzen aber ihre zuletzt relativ gute Performance damit fort.
Actelion (-2,3%) haben nach einer starken Eröffnung schnell wieder ins Minus gedreht. Am Vortag war das Papier des Biopharma-Konzerns wegen eines negativen Gerichtsurteils in den USA und einer fälligen Zahlung von mehreren Hundert Millionen Dollar um 8,7% abgesackt. Bevor der Prozess abgeschlossen sei, könne man keine grössere Erholung erwarten, hiess es etwa.
Auch bei den Small- und Midcaps gibt es heute eine Vielzahl von Titeln, die Ex-Dividende gehandelt werden. Es sind dies u.a. AFG (-1,4%), Forbo (-1,5%), Gurit (-1,5%), VP Bank (-1,7%) oder ZGBK (+0,5%). Datacolor sind nach Zahlen noch nicht gehandelt, Victoria Jungfrau unverändert. Beim Dentaltechniker Coltene (+1,0%) bewirkt der Abgang von CEO Andreas Meldau keine Verkäufe.
Bank am Bellevue (-9,3%) stehen nach einem negativen Bescheid des Bundesverwaltungsgerichtes unter Druck. Das Institut darf keine neuen Kunden in den Bereichen Vermögensverwaltung und Anlageberatung anwerben, bis sie organisatorische Mängel behoben hat.
uh/ra

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