Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die knappen Verluste aus dem frühen Geschäft bis am Mittag ausgebaut und steht mittlerweile deutlich im Minus. Die in der ersten Handelswoche des neuen Jahres erreichten Gewinne sind damit bereits vollständig wieder weggeschmolzen.
Die Stimmung unten den Investoren sei nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut, sagte ein Händler in Zürich. Viele Stimmen attestierten den Aktien zwar weiteres Aufwärtspotential, so richtig werde diesen Prognosen aber nicht getraut. Es herrsche eine gewisse Orientierungslosigkeit und in diesem Umfeld werde eher gegeben als gekauft. Das negative Sentiment vor allem für Finanzwerte führt er überdies vor allem auf die wieder in den Fokus gerückten Probleme Portugals zurück sowie auf den anstehenden Krisengipfel in Sachen starker Schweizer Franken, da dort auch eine Beschränkung der Banken im Eigenhandel mit Devisen diskutiert werden soll.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 11.55 Uhr um 0,99% auf 6'433,56 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 1,18% auf 1'019,27 Punkte und der breite SPI 0,89% auf 5'775,83 Punkte.
Grösste Verlierer sind noch immer Lonza (-4,4%), welche von einer Abstufung durch die Deutsche Bank auf "Sell" gedrückt werden. Die Senkung reflektiere in erster Linie die Reduktion der Gewinnschätzungen, hiess es bei der Bank zur Begründung. Ausserdem hat CEO Stefan Borgas der "FuW" vom vergangenen Samstag ein Interview gewährt, in welchem er die Pläne von Lonza beim Einstieg in das Geschäft mit Biosimilars darlegte.
Von den Finanzwerten geben Swiss Life, UBS, Julius Bär (je -2,0%) und CS (-1,8%) am meisten nach. Für diesen Sektor sei die Stimmung etwas getrübt, führte der Händler aus. Nicht nur die Sorgen um Portugal würden hier belasten, sondern auch die neuen EU-Bankenabgaben in Europa sowie der übers Wochenende bekanntgewordene Gipfel zum Thema starker Schweizer Franken, den der Bund unter der Federführung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) für diese Woche einberufen habe. Laut "NZZaS" wird dort unter anderem eine Vereinbarung diskutiert, wonach die Banken auf Spekulationen gegen den Franken verzichten sollen.
Markantere Abgaben verzeichnen ausserdem Swatch (-2,3%), Nobel Biocare und Holcim (je -2,0%) oder Transocean und Geberit (je -1,9%).
Geberit wird diese Woche wie zuvor schon Sika, Bell, Bossard oder Barry Callebaut die Umsatzzahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorlegen.
Eine Belastung für den SMI sind auch die Verluste von je rund 1% von ABB, Roche und Novartis. Novartis hat für die Generika-Tochtergesellschaft Sandoz den Beginn einer Phase-II-Studie bekanntgegeben, mit welcher die Entwicklung eines Biosimilars zum Blockbuster Rituxan von Roche vorangetrieben werden soll.
Im Plus halten sich derzeit einzig Synthes (+0,7%), welche von Übernahmespekulationen etwas getrieben werden. Derselbe Grund ist mitverantwortlich für den zweiten Titel ohne Verluste, Givaudan (+0,2%). Givaudan erhalten etwas Auftrieb, nachdem der US-Chemiekonzern Dupont ein milliardenschweres Übernahmeangebot für den dänischen Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen, Danisco, abgegeben hat.
SGS (-0,3%) halten sich ebenfalls klar besser als der Gesamtmarkt. Der Warenprüfkonzern hat am Morgen die Akquisition der chinesischen Tianjin Tianbao Construction Materials Testing bekanntgegeben. Dies ist bereits die fünfte kleinere Übernahme seit Anfang November. Damit werden die Ankündigungen von SGS-CEO Chris Kirk in die Tat umgesetzt. Dieser hatte im vergangenen September in einem Interview verlauten lassen, dass sich das Akquisitionstempo in den kommenden vier Jahren beschleunigen werde.
Im breiten Markt geben Tamedia (-4,8%), Perfect (-47,4%), EFG (-4,1%) oder Huber+Suhner (-3,7%; Umsatz am kommenden Freitag) überdurchschnittlich nach. Gesucht sind dafür Micronas (+4,9%) oder OC Oerlikon (+3,1%).
cf/ps

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???