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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den Handel am Montag unter dem Eindruck der Erdbeben-Katastrophe in Japan mit tieferen Notierungen aufnehmen. Nachdem die Finanzmärkte bereits am vergangenen Freitag unter der Katastrophe stark gelitten hatten, sei über das Wochenende das immense Schadenausmass noch deutlicher zum Ausdruck gekommen, was den Handel mit Aktien weiter belasten dürfte, meinen Händler. Ausserdem bleibe die Angst vor einer Kernschmelze in den AKW.
Die japanische Nationalbank hat derweil als Notmassnahme am Montag insgesamt 15 Bio JPY (rund 171 Mrd CHF) in die Märkte gepumpt. Die Börse in Tokio verzeichnet derweil starke Abgaben, wobei der Nikkei-Index um 6,2% nachgibt. Bereits am Freitag hatte es ein Minus von 1,7% gegeben. Nebst Japan dürfte die Krise in Libyen und in der arabischen Welt die Stimmung an der Börse zusätzlich belasten. Derweil gibt es von Unternehmensseite kaum wichtige Nachrichten und auch konjunkturseitig werden keine marktbewegende Daten erwartet.
Bis um 08.20 Uhr verliert der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI 0,53% auf 6'319,88 Punkte. Alle Titel im SMI tragen vorbörslich rote Vorzeichen.
Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re (-1,6%) dürften unter den Folgen der Erdbeben-Katastrophe weiterhin überdurchschnittlich an Wert verlieren. Bereits am Freitag hatten die Titel um 3,5% nachgegeben. Das Schadenausmass in Japan für die Versicherungsindustrie ist nach wie vor kaum abschätzbar, die Unsicherheiten sind dementsprechend gross. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden, die durch das Erdbeben alleine an Gebäuden verursacht wurden, auf bis zu 35 Mrd USD. Darin seien die Folgen des Tsunami allerdings noch nicht enthalten.
Derweil verlieren die Titel des weltweit tätigen Erstversicherers ZFS im vorbörslichen Geschäft lediglich um 0,8% und liegen damit etwa gleichauf mit anderen Finanzwerten wie UBS oder Credit Suisse (je -0,9%).
Auf der Gegenseite büssen Transocean lediglich 0,1% oder Swisscom 0,3% ein. Unterdurchschnittlich geben auch die defensiven Schwergewichte Nestlé und Novartis (je -0,4%) nach.
Im breiten Markt dürften mit Blick auf die Entwicklungen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima die Aktien von Energieunternehmen wie BKW oder von Alpiq in den Fokus rücken. Die Sorge um eine Kernschmelze in Japan hat in Europa und auch hierzulande die AKW-Diskussion angeheizt. In der Schweiz dürften die Themen Sicherheit von AKW und der geplante Bau von neuen Werken unter neuen Vorzeichen diskutiert werden.
Weiter haben einige Unternehmen Zahlen vorgelegt. Tornos, Belimo und Partners Group berichteten über das abgelaufene Geschäftsjahr, der Backwarenkonzern Aryzta über das erste Halbjahr 2010/11.
mk/ps

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