Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

TOKIO (awp international) - Der japanische Aktienmarkt hat sich am Dienstag weiter von den heftigen Kursverlusten infolge der Natur- und Atomkatastrophe erholt. Nach einer feiertagsbedingten Pause von drei Tagen stieg der Nikkei für 225 führende Werte bis kurz vor Handelsende um 4,05 Prozent auf 9.579,87 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte um 4,41 Prozent auf 866,99 Punkte zu. Händler führten die Kursgewinne darauf zurück, dass sich die Sorge um eine weitere Zuspitzung der Atomkatastrophe in den vergangenen Tagen abgeschwächt hat.
Am vergangenen Dienstag war der Nikkei 225 bis auf fast 8.200 Punkte gefallen, konnte sich aber im weiteren Wochenverlauf wieder erholen. Über die Woche gesehen gab der Nikkei 225 um etwas mehr als zehn Prozent auf 9.213,66 Punkte nach. Zur Erholung zum Wochenende hin trug eine gemeinsame Intervention der G7-Staaten gegen den starken Yen bei. Die japanische Währung war am Donnerstag der vergangenen Woche wegen der Spekulation auf einen hohen Kapitalbedarf zum Wiederaufbau des Landes auf ein Rekordhoch gestiegen.
Das gemeinsame Einschreiten der führenden Industrienationen am Devisenmarkt zeigte am Freitag Wirkung - der Yen gab nach. Am Dienstag zog er allerdings schon wieder sowohl im Vergleich zum Euro und Dollar wieder leicht an. Die japanische Regierung liess aber keinen Zweifel daran, dass sie - wenn nötig gemeinsam mit den anderen G7-Staaten - gegen neue Wetten auf einen starken Yen vorgehen wird. Der hohe Yen ist seit einigen Monaten eines der grössten Probleme der von Exporten stark abhängigen japanischen Wirtschaft, da er die Ausfuhren erschwert.
Die japanische Notenbank (BoJ) stützt die Finanzmärkte weiter mit milliardenschweren Geldspritzen. Am Dienstag seien den Banken über kurzfristige Geschäfte weitere zwei Billionen Yen (rund 17 Mrd Euro) zur Verfügung gestellt worden, hiess es in Tokio. Damit setzt die BoJ die Massnahmen der vergangenen Woche fort. Die Währungshüter pumpen seit dem verheerenden Erdbeben und Tsunami vor einer Woche jeden Tag ausser dem Feiertag am gestrigen Montag Billionen von Yen in die Finanzmärkte. Aktuell summieren sich die kurzfristig zur Verfügung gestellte Notfall-Liquidität auf rund 40 Billionen Yen (rund 347 Mrd Euro).
Damit unternehmen die Währungshüter derzeit weiter alles, um die Folgen der Natur- und Atomkatastrophe an den Aktien- und Devisenmärkten so gering wie möglich zu halten. Neben den kurzfristigen Stützungsmassnahmen hatte die Notenbank zudem den Rahmen für Rückkäufe von Staatsanleihen erhöht. Die japanische Zentralbank hatte zudem mehrmals signalisiert, dass sie auch weiter alles unternehmen wird, um einen Kollaps der Finanzmärkte zu verhindern. Die japanische Regierung und Notenbank konnte zudem die anderen führenden G7-Staaten davon überzeugen, gemeinsam gegen den Yen-Höhenflug vorzugehen./zb

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???