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TOKIO (awp international) - Einen Tag nach dem dramatischen Kursrutsch an der Tokioter Börse hat sich der Nikkei-225 wieder etwas erholt. Der japanische Leitindex ging mit einem Plus von 5,68 Prozent auf 9.093,72 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Dienstag angesichts der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Eins noch um mehr als zehn Prozent eingebrochen war. Der breiter gefasste Topix stieg um 6,64 Prozent auf 817,63 Punkte. Er hatte am Vortag noch rund neuneinhalb Prozent eingebüsst.
Zwischenzeitlich war der Nikkei sogar bis auf 9.168 Punkte geklettert, dann aber sorgten weitere Hiobsbotschaften um das havarierte Atomkraftwerk Börsianern zufolge für Gewinnmitnahmen. Marktteilnehmer bezeichneten die Lage an den Märkten nach wie vor als fragil. Insofern könne der Markt auch jederzeit wieder einbrechen. In dem Katastrophen-Atomkraftwerk waren weitere Feuer an zwei Reaktoren ausgebrochen, nach einem starken Anstieg der Strahlung mussten sich die Arbeiter zeitweise aus dem Kraftwerk zurückziehen. Zudem wurde in Block 3 womöglich die wichtige innere Hülle beschädigt, wie Regierungssprecher Yukio Edano sagte. Zudem erschütterten weitere Nachbeben das Land.
TOYOTA, SONY DEUTLICH ERHOLT
Deutlich erholt zeigten sich nach den heftigen Kursverlusten vom Vortag etwa die Aktien des Autobauers Toyota . Sie verteuerten sich um 9,14 Prozent auf 3.345 Yen. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Papieren von Sony , die um 8,78 Prozent auf 2.528 Yen nach oben sprangen. Auch Bauwerte, die auch am Montag noch zu den wenigen Gewinnern gezählt hatten, machten Boden gut. Daiwa House Industry stiegen um 6,46 Prozent auf 1.005 Yen, Sekisui House sogar um 8,20 Prozent auf 792 Yen.
Vergleichsweise gering fiel das Plus angesichts der immensen Schäden nach dem Erdbeben und dem Tsunami bei Versicherungswerten aus. The Tokio Marine and Fire Insurance gewannen 2,90 Prozent auf 2.233 Yen, MS&AD Insurance stiegen um 3,24 Prozent auf 1.755 Yen. Die Titel von The Tokyo Electric Power (Tepco), der Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima Eins, verloren weitere rund 25 Prozent auf 921 Yen.
Derweil stützte die japanische Notenbank das Finanzsystem auch am Mittwoch mit einer Geldspritze in Milliardenhöhe. Angesichts des hohen Bedarfs an Liquidität der heimischen Banken im Gefolge des Erdbebens und der Atomkatastrophe stellte die Notenbank nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo als kurzfristige Notfall-Liquidität 3,5 Billionen Yen (rund 30 Milliarden Euro) zur Verfügung. Bereits am Montag und Dienstag hatten die Währungshüter Milliarden in das Bankensystem gepumpt./chs/rum

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