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TOKIO (awp international) - Der japanische Aktienmarkt ist nach dem Feiertag am Montag mit deutlichen Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Damit konnte er sich weiter von den heftigen Kursverlusten infolge der Natur- und Atomkatastrophe erholen. Der Nikkei-225-Index schloss bei 9.608,32 Punkten und damit um 4,36 Prozent fester. Für der breiter gefassten Topix ging es um 4,54 Prozent auf 868,13 Punkte aufwärts. Händler führten die Kursgewinne darauf zurück, dass sich die Sorge um eine weitere Zuspitzung der Atomkatastrophe in den vergangenen Tagen abgeschwächt hat.
Ausserdem riefen die deutlich gefallenen Kurse Schnäppchenjäger auf den Plan, hiess es am Markt weiter. Bereits am Montag hatte sich der US-Börsenguru Warren Buffett geäussert und erklärt, wenn er japanische Aktien hielte, würde er sie auf jeden Fall nicht verkaufen.
Den Kurssturz vom vergangenen Dienstag, als der Nikkei um mehr als zehn Prozent gefallen war, hat er seither komplett ausgebügelt. Mit dem Kursplus von diesem Dienstag hat der Leitindex mehr als 11 Prozent dazugewonnen. Eine gemeinsame Intervention der G7-Staaten gegen den starken Yen bei hatte bereits zum Wochenende hin für eine erste Erholung gesorgt. Die japanische Währung war am Donnerstag der vergangenen Woche wegen der Spekulation auf einen hohen Kapitalbedarf zum Wiederaufbau des Landes auf ein Rekordhoch gestiegen.
FORTSCHRITTE TREIBEN AKTIEN VON TOKYO ELECTRIC
Das gemeinsame Einschreiten der führenden Industrienationen am Devisenmarkt zeigte am vergangenen Freitag Wirkung - der Yen gab nach. An diesem Dienstag zog er allerdings schon wieder sowohl im Vergleich zum Euro als auch zum Dollar leicht an. Die japanische Regierung liess aber keinen Zweifel daran, dass sie - wenn nötig gemeinsam mit den anderen G7-Staaten - gegen neue Wetten auf einen starken Yen vorgehen wird. Der hohe Yen ist seit einigen Monaten eines der grössten Probleme der von Exporten stark abhängigen japanischen Wirtschaft, da er die Ausfuhren erschwert. Die japanische Notenbank (BoJ) stützt die Finanzmärkte derweil weiter mit milliardenschweren Geldspritzen. Am Dienstag seien den Banken über kurzfristige Geschäfte weitere zwei Billionen Yen (rund 17 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt worden, hiess es in Tokio. Damit setzt die BoJ die Massnahmen der vergangenen Woche fort.
Besonders deutliche Kursreaktionen gab es zum Wochenstart bei den Papieren von Tokyo Electric Power . Dank der Fortschritte beim Anschluss der Reaktorblöcke ans Stromnetz sprangen die Titel um knapp 16 Prozent in die Höhe. Wie Marktteilnehmer hervorhoben, kauften Anleger vor allem einheimische grosse Werte, die durch die billige Bewertung attraktiv geworden seien. Dennoch sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Nervosität nach wie vor hoch sei und es noch viel Ungewissheit im Markt gebe.
Zu den gefragten Werten zählten auch die Aktien von Toshiba . Sie profitierten mit einem Kursplus von 12,78 Prozent auf 406 Yen von einem Zeitungsbericht, wonach der Elektronikkonzern erstmals seit drei Jahren wieder eine Dividende zahlen will. Die Sony-Titel stiegen um 3,22 Prozent auf 2.600 Yen. Zwar muss der Elektronikkonzern wegen Lieferengpässen bei Bauteilen und Rohstoffen in fünf weiteren Werken in Japan vorübergehend die Produktion einstellen. Allerdings prüfe Sony nun, Teile der ausfallenden Produktion in Fabriken im Ausland nachzuholen./rum/la

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