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TOKIO (awp international) - Die anhaltenden Sorgen um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima haben die Börse in Japan am Montag belastet. Anleger reagierten verunsichert auf die jüngsten Meldungen von Wochenende, wonach es im Reaktor 2 zu einer vorübergehenden Kernschmelze gekommen sein soll. Der japanische Leitindex Nikkei 225 büsste zum Wochenauftakt 0,60 Prozent auf 9.478,53 Punkte ein. Der breiter gefasste Topix schloss indes nur moderat tiefer. Er verlor 0,05 Prozent auf 857,85 Punkte.
Im Reaktor 2 hat nach Einschätzung der japanischen Regierung vorübergehend eine Kernschmelze eingesetzt und der Betreiber der Anlage, Tepco, spricht jetzt von einer 100.000fach höheren Konzentration als normal. Sorgen über gestörte Zulieferketten in der Automobil- und Chipindustrie und die lückenhafte Stromversorger hätten die Stimmung zusätzlich eingetrübt. Allerdings zeigten sich Marktteilnehmer zuversichtlich, dass ausländische Investoren auch weiterhin die niedrigen Kurse zum Einstieg nutzen. "Diese sorgen derzeit dafür, dass die grundlegende Stimmung am Markt trotz der erwarteten Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne und Dividenden nicht ganz so negativ ist", sagte ein Analyst.
Aktien des Kraftwerksbetreibers Tepco brachen angesichts der neuen Schreckensmeldungen aus den Reaktoren in Fukushima um fast 18 Prozent auf 696 Yen ein. Verkauft wurden auch Immobilienwerte. Mitsubishi Estate verloren 2,18 Prozent auf 1.389 Yen und Mitsui Fudosan büssten 2,54 Prozent auf 1.379 Yen ein. Händler führten dies darauf zurück, dass die Erholung am Büromarkt möglicherweise ein Ende finden könnte. Um mehr als vier Prozent auf 379 Yen ging es indes für Tokyo Gas nach oben, nachdem das Unternehmen seinen Ausblick für den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr nach oben geschraubt hatte./tih/rum

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