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Zürich (awp) - Die Aktien des Pharmaunternehmens Actelion sind am Mittwoch in einem etwas fester tendierenden Gesamtmarkt mit deutlichen Kursverlusten in den Handel gestartet. In der Folge sind die Abgaben jedoch ein wenig eingegrenzt worden. Auslöser des Rückgangs ist die Aufnahme einer 577-Mio-USD-schweren Rückstellung im noch ungelösten Rechtsstreit mit der japanischen Asahi Kasei.
Bis um 09.25 Uhr geben Actelion um 1,4% auf 38,43 CHF nach. Zu Handelsstart büssten die Titel 2% ein. Der Gesamtmarkt (SMI) steigt derweil um 0,50%.
Der Rechtsstreit mit Asahi geht auf ein Lizenzabkommen von CoTherix und Asahi im Juli 2006 zurück, das zur Weiterentwicklung des Medikamentenkandidaten Fasudil abgeschlossen wurde. Im Januar 2007 übernahm Actelion dann CoTherix und stellte schon bald darauf die klinische Entwicklung von Fasudil ein. 2008 reichte Asahi eine Klage gegen Actelion ein.
Anfang Mai 2011 haben Geschworene an einem US-Gericht Asahi die Schadenersatzsumme von 577 Mio USD (485 Mio CHF) zugesprochen. Weil das erstinstanzliche Gericht bis zum 28. Juni noch nicht über die Eingabe befunden hat, wurde nun die Rückstellung vorgenommen. Actelion fordert unter anderem, dass die Schadenersatzsumme deutlich reduziert wird.
Actelion habe gut Chancen, dass der Streit mit Asahi mit einer Summe von weniger als 250 Mio CHF beigelegt werden könne, ist Andrew Weiss von der Bank Vontobel überzeugt. Doch angesichts der nun getätigten Rückstellung müsse Actelion bei seinem Barmittelverbrauch zurückhaltend vorgehen. Weiss geht daher davon aus, dass das Unternehmen im Rahmen des aktuellen Aktienrückkaufprogramms weniger aktiv sein wird. Die Bank Vontobel bestätigt ihre "Buy"-Einschätzung, senkt jedoch das Kursziel auf 68 von zuvor 70 CHF.
Auch die ZKB geht davon aus, dass der Rückstellungsbetrag nach unten korrigiert wird, sobald die in den nächsten Wochen zu erwartende Entscheidung des Gerichts gefallen ist. Allerdings werde die Rechnung im zweiten Quartal dadurch trotzdem stark belastet, was in den ZKB-Schätzungen noch nicht berücksichtige worden sei.
Actelion werden den Gerichtsentscheid in jedem Fall anfechten, so die ZKB weiter. Der finale Entscheid bezüglich Fasudil dürfte deshalb noch länger nicht fallen, bis alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Damit sei auch noch lange nicht sicher, ob der Betrag von 577 Mio USD jemals bezahlt werden müsse. Dennoch dürften die heutigen News den Aktienkurs von Actelion belasten, so der Kommentar.
mk/cc

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