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Zürich (awp) - Die Aktie der Actelion Ltd ist am Freitag im frühen Handel leicht unter Druck geraten. Im Markt werden die Verkäufe vor allem auf die Einstellung des Forschungsprogrammes für den Schlafmittel-Produktkandidaten Almorexant zurückgeführt. Dem Produktkandidaten wurde Umsatzpotenzial von über 1 Mrd CHF attestiert. Dass der Titel nicht mehr unter Druck geraten sei, wird in Marktkreisen u.a. auf eine Beteiligungsmeldung zurückgeführt, die den latenten Übernahmespekulationen wieder etwas Auftrieb verliehen habe. So hat Elliott Adisors die Aufstockung ihrer Beteiligung auf 5,12% von 3,11% gemeldet.
Nachdem Actelion für das zusammen mit GlaxoSmithKline Ende 2009 über sicherheitsrelevante Vorkommnisse berichtet und weitere Studien angekündigt habe, komme der Stopp zwar nicht unerwartet, sei aber dennoch eine gewisse Enttäuschung, so Marktbeobachter.
Bis gegen 09.30 Uhr verlieren die Actelion-Titel um 0,4% auf 51,75 CHF. Damit haben sich die Titel seit ihrem Eröffnungskurs auf 50,60 CHF wieder erholt. Das Volumen erreicht bereits rund die Hälfte eines durchschnittlichen Tagesumsatzes. Der SMI gibt um 0,3% nach.
"Der Stopp des Almorexant-Programmes ist eine Enttäuschung, obwohl die Entscheidung nicht ganz unerwartet kommt", kommentiert beispielsweise Andrew C. Weiss von der Bank Vontobel. In der Folge senkt er den "fair value" in seiner Bewertung der Actelion-Aktie um 9 CHF auf neu 58 CHF. Er bestätigt die Einstufung der Titel mit "Hold" (Kursziel 50 CHF).
Keine Überraschung ist der Almorexant-Stopp auch für Sibylle Bischofberger von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die Erwartungen des Marktes in das Schlafmedikament seien bereits stark reduziert worden, nachdem Nebenwirkungen kommuniziert werden mussten. "Trotzdem ist das Stoppen eines Medikamentenkandidaten immer negativ für ein forschendes und entwickelndes Biotechunternehmen", so der Kommentar der Analystin. Sie hat in der Folge ihre Schätzungen ab 2013 angepasst und senkt den Gewinn pro Aktie für 2013 um 2,5%. Die Einstufung des Titels mit "Marktgewichten" belässt sie unverändert.
Etwas dramatischer sehen die Experten der St. Galler Privatbank Wegelin den Misserfolg: "Der Entwicklungsstopp des Hoffnungsträgers und Blockbusterkandidaten Almorexant ist ein herber Rückschlag." Damit bleibe die grosse Abhängigkeit des Unternehmens von nur einem Medikament - Tracleer - weiter bestehen. Obwohl Actelion auf sicherheitsrelevante Vorkommnisse hingewiesen habe, seien es solche Ankündigungen, die den Investoren in schlaflose Nächte bereiten, und sie seien mit ein Grund, weshalb die Anleger noch immer einen grossen Bogen um Biotech-Aktien machen würden. So stelle sich denn auch die Frage um die Zukunft von Actelion wieder, entsprechende Gerüchte habe es ja bereits mehrfach gegeben, so der Kommentar aus St. Gallen weiter.
rt/uh

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