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AKTIENFOKUS/Julius Bär notieren bei volatilem Handelsverlauf mit Abschlägen (AF)

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 12:00 publiziert

(Um weitere Analystenstimmen ergänzt)
Zürich (awp) - Die Papiere der Privatbankengruppe Julius Bär zeigen am Dienstag einen volatilen Handelsverlauf. Dies nachdem der Vermögensverwalter heute einen Zwischenbericht zum Geschäftsverlauf in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres vorgelegt hat, der wenig spektakulär ausgefallen ist. Marktbeobachter sprechen denn auch von Eckwerten im Rahmen der Erwartungen.
Dennoch notierte der Titel zu Handelsbeginn mit deutlichen Abschlägen und markierte bei 32,53 CHF das bisherige Tagestiefst. Bald danach erholt sich der Kurs und dreht ins Plus. Zwischenzeitlich gewinnt der Titel bis auf 34,10 CHF bevor es wieder südwärts geht. Bis gegen 11.30 Uhr verliert Julius Bär rund 1% auf 33,65 CHF.
Für Bewegung im Titel dürfte neben dem Zwischenbericht jedoch auch die verflogene Euphorie bezüglich des europäischen Rettungspakets sorgen. So notieren auch die Grossbanken Credit Suisse (-1,9%) und UBS (-1,5%) mit Abschlägen, nachdem die Banktitel gestern deutlich zulegen konnten. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI steht derweil 0,48% tiefer.
Während einige Analysten mit Blick auf den Zwischenbericht des Zürcher Instituts von einer etwas enttäuschenden Neugeldentwicklung sprechen, erhöhten sich die verwalteten Vermögen stärker als vom Markt erwartet.
Angesichts dessen kündigt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) eine Erhöhung ihrer Schätzungen an und nimmt gleichzeitig ihre Einstufung auf Übergewichten von bisher Marktgewichten. Die Anpassungen beruhten jedoch auf Überlegungen bezüglich der Bewertung, erläutert ZKB-Experte Andreas Venditti. So habe der Bär-Titel im Jahresverlauf in seinem Bankenuniversum am meisten verloren.
Auch Nomura spricht von einer attraktiven Bewertung und empfiehlt die Papiere weiter zum Kauf. Bär habe sich bisher als defensiver Titel erwiesen, was auch künftig gelten dürfte, begründet Bankenanalyst Jon Peace seine Kaufempfehlung. Der Zwischenbericht dürfte seiner Meinung nach aber nicht als Kurskatalysator wirken, denn dieser sei insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.
Ähnlich beurteilt dies Kepler-Experte Mathias Büeler: Das Interim Management Statement stimme mit seinen Schätzungen und Erwartungen für das Gesamtjahr überein. Das Gesamtbild bei Bär hat sich für ihn deshalb nicht geändert. Büeler sieht derzeit im Bereich der Vermögensverwalter in EFG International bessere Chancen und bleibt daher bei seinem Rating Reduce.
Dies im Gegensatz zur Bank Vontobel, die eine Revision der Schätzungen in Aussicht stellt. Das Institut bleibt aber bei der Einstufung Hold. Dies trifft auch für Helvea zu, das seine neutrale Haltung ebenfalls bestätigt.
pf/cf

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