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Zürich (awp) - Die Aktien der Nestlé SA und der Novartis AG verhalten sich am Donnerstag wenig auffällig. Der zuvor gemeldete Vollzug der Übergabe des Alcon-Anteils an Novartis hat keine grossen Überraschungen beinhaltet. Ein positiver Einfluss wird eher den Aktien von Nestlé zugeordnet, welche aber auch von starken Zahlen von L'Oreal profitieren. Für Novartis sei die heutige Mitteilung eher kursneutral.
Novartis liegen denn auch in einem freundlichen Gesamtmarkt im Bereich des Tabellenendes. Dies ist aber wohl eher dem defensiven Charakter des Papiers zuzuschreiben, da am Donnerstag zumindest in der Eröffnungsphase eine Erholungsbewegung auf die jüngsten Verluste eingesetzt hat. Davon profitieren Finanzwerte oder Zykliker derzeit eher.
Bis um 09.45 Uhr legen Nestlé 0,6% auf 52,35 CHF zu und stehen damit im hinteren Mittelfeld der Bluechips, ebenso Novartis mit einem Plus von 0,6% auf 52,30 CHF. Der Gesamtmark (SMI) steht 0,7% höher bei 6'139,76 Punkten.
Es sei wahrscheinlich, dass Nestlé in Kürze ein weiteres Aktienrückkaufprogramm oder ergänzende Akquisitionen durchführen werde, heisst es in einer Einschätzung der Bank Vontobel. Auch wenn die Mittel vorerst für den Schuldenabbau verwendet werden. Nestlé sei zwar nicht mehr günstig bewertet, der Titel biete aber attraktive Aussichten auf zusätzliche Ausschüttungen an die Aktionäre.
Basierend auf einer Prognose einer Nettoschuldenreduktion auf rund 18 Mrd CHF bis Ende 2013 könnte Nestlé 3 Mrd CHF im Jahr für Übernahmen ausgeben und 5 bis 6 Mrd CHF für Dividenden, so Vontobel. Zusammen mit den zusätzlichen Aktienrückkäufen in der Höhe von 15 bis 29 Mrd CHF würden so zwischen 2011 und 2013 über 40 Mrd CHF an die Aktionäre zurückgeführt.
Die ZKB sieht für Nestlé eine Kapazität für Aktienrückkäufe oder Übernahmen in der Grössenordnung von mindestens 15 Mrd CHF. Insgesamt sei der Alcon-Verkauf leicht positiv, schreibt die Kantonalbank. Ebenso seien die Zahlen der Nestlé-Beteiligung L'Oreal leicht positiv, welche am Vorabend publiziert wurden, führt die ZKB einen weiteren Aspekt für Nestlé ins Feld.
Für Novartis sei aufgrund der unveränderten Anagaben zu den möglichen Synergien der nun erfolgte Ausbau des Anteils auf 77% neutral, so die ZKB.
Vontobel wird die Schätzungen für Novartis für das laufende Jahr nach oben anpassen. Dies werde nötig, wegen der Änderung der Konsolidierungsmethode, heisst es bei der Privatbank. Statt einen Equity-Konsolidierung mit einem Anteil an Alcon von 25%, werde nun eine Vollkonsolidierung der 77% vorgenommen, weshalb die Umsatzprgnose für 2010 um 5%, für das Kernbetriebsergebnis und für den Kernreingewinn um je 6,5% angehoben würden.
Weiter geht Vontobel davon aus, dass Novartis das Angebot an die Alcon-Minderheitsaktionäre zur angestrebten Vollübernahme erhöhen müsse. Eine Verbesserung des Angebots bei gegenwärtigen Novartis-Aktienkurs von 165 USD je Alcon-Aktie, das heisst 3,3 Novartis- für jede Alcon-Aktie würden eine zusätzliche Verwässerung von etwa 1 bis 2% nach sich ziehen.
Vontobel stuft Novartis mit "Hold" ein, Nestlé dagegen mit "Buy".
cf/ra

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