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Zürich (awp) - Die Aktien der Compagnie Financière Richemont SA sind am Donnerstag mit deutlich rückläufigen Kursnotierungen in den Handel gestartet. Das vom Westschweizer Luxusgüterkonzern für das Geschäftsjahr 2010/11 veröffentlichte Ergebnis liegt beim Umsatz zwar leicht über den Konsensschätzungen, auf den Stufen EBIT und Reingewinn aber deutlich darunter. Entsprechend fiel die Marge stark unter den Erwartungen aus. Besser kommen bei den Analysten dagegen der Ausblick und die Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms weg.
Um 09.30 Uhr notiert das Papier 4,9% tiefer bei 53,25 CHF, gehandelt sind nach dieser kurzen Zeitspanne bereits nahezu ein durchschnittliches Tagesvolumens der letzten Wochen. Swatch verlieren derweil 2,4%, der Gesamtmarkt (SMI) 0,1%.
Analysten beurteilen das Ergebnis unterschiedlich. Man sei zwar von einer deutlich höheren Marge ausgegangen, heisst es bei der ZKB. Allerdings sei im April der Umsatz in Lokalwährungen um 35% gewachsen. Dies zeige, dass sich die "Investitionen" in die Vertriebskanäle offenbar auszahlten.
Solides Jahresergebnis des Luxusgüterkonzerns, heisst es auch bei Wegelin. Die Rekord-Ebit-Marge aus dem Jahre 2007 von 21,1% sei zwar leider nicht geknackt werden. Dennoch sei das Umsatzwachstum in Lokalwährungen in den meisten Regionen bemerkenswert (Europa +20%, Asia-Pazifik +36%, Americas +30%). Wegelin relativiert allerdings: Es sei beim Konzern nicht alles Gold, was glänzt, heisst es. Der hohe Nettocashbestand (2,59 Mrd EUR) sichere zwar die finanzielle Unabhängigkeit und könnte für ein weiteres Aktienrückkaufprogramm oder für eine Ausschüttung einer Sonderdividende verwendet werden, allerdings gingen mit den hohen Barmittelbeständen auch grosse Risiken für Währungsverluste einher, heisst es.
"Insgesamt enttäuscht" zeigt sich dagegen die Bank Vontobel. Die Betriebsgewinnmarge etwa sei niedriger ausgefallen als erwartet, da die Auswirkungen der Übernahme von NET-A-PORTER.COM wahrscheinlich unterschätzt worden seien. Auch die Dividende enttäusche. Allerdings beruhige das starke Wachstum im April etwas. Ausserdem wird der Aktienrückkauf positiv erwähnt. Auch die Tatsache, dass Richemont in den kommenden zwei Jahren weitere Investitionen tätigen wolle, stimme zuversichtlich.
Ein Händler meinte ausserdem vorbörslich, zahlreiche Analysten seien in ihren Ausblicken von einer positiven Überraschung ausgegangen. Eine solche sei nun aber ausgeblieben, so dass mit einer Glattstellung spekulativer Engagements gerechnet werden müsse. Dies scheint nun auch zu geschehen.
uh/ps

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