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Zürich (awp) - Die Titel des Pharmakonzerns Roche reagieren am Freitag positiv auf ein am Morgen angekündigtes Spar- und Effizienzprogramm. Experten kommentieren das Programm wohlwollend, wenngleich noch wenig Fakten auf dem Tisch liegen. Diese werden erst Ende Jahr konkretisiert. Über die Implementierung eines solchen Programms wurde bereits seit einiger Zeit spekuliert.
Die Genussscheine von Roche steigen um 09.04 Uhr um 0,9% auf 140,80 CHF, das Tageshoch wurde bei 141,40 CHF notiert. Der Gesamtmarkt - gemessen am SMI - notiert im Vergleich dazu lediglich 0,11% höher.
Mit dem Spar- und Effizienzprogramm "Operational Excellence" reagieren die Basler einerseits auf die jüngsten Enttäuschungen in der R&D-Pipeline. So hat Avastin bei Prostatakrebs und Magenkrebs versagt, beim Hoffnungsträger Taspoglutid bei Diabetes Typ 2 kam es zu einer Studienverzögerung, der FDA-Ausschuss sprach sich gegen Avastin zur Behandlung von Brustkrebs aus und die Studien mit Ocrelizumab rheumatoide Arthritis mussten eingestellt werden.
Das Unternehmen macht auch exogene Faktoren für diesen Schritt verantwortlich und verweist auf den Preisdruck in den USA und Europa, die eine Anpassung der Kostenstruktur notwendig mache.
Mit der Initiative, die möglicherweise auch mit einem Abbau von Stellen einhergeht, sollen aber auch die Produktivitätsverbesserungen bei Roche beschleunigt werden. Über die Implementierung eines solchen Programms wurde bereits seit einiger Zeit spekuliert. Die heutige Pressemitteilung enthält jedoch wenig Konkretes, stellt die ZKB in einer ersten Stellungnahme fest.
Bei Wegelin wird der Umstand herausgestrichen, dass es sich nicht nur um eine reine Kostenmassnahme handelt. Weil Roche davon ausgehe, dass die Kostenträger ihre Ressourcen zunehmend in diagnostische Testmethoden und Therapien investieren, sollen mit Blick auf diese Verlagerungen die richtigen Prioritäten gesetzt werden. Roche scheint im Urteil von Wegelin mit seinem dualen Geschäftsmodell (Diagnostik und Pharma) hervorragend positioniert, um von einer solchen Entwicklung zu profitieren.
Ebenfalls beruhigend scheine die Bestätigung der Jahrsprognose, so die Ostschweizer Bank weiter.
Vontobel-Analyst Andrew Weiss schätzt, dass Roche bei einer Kostenbasis von heute rund 34 Mrd CHF etwa 1 bis 2 Mrd einsparen könnte. Der Rotstift könnte seines Erachtens beim grossen FuE-Budget angesetzt werden. Zudem erachtet Weiss das mit 1 Mrd CHF veranschlagte Synergiepotenzial der Genentech-Übernahme als zu niedrig. Der Analyst geht von bis zu 1,6 Mrd CHF aus.
Offen bleibe allerdings, wie viel das Programm ab dem nächsten Jahr kosten wird. Dies dürfte kurzfristig für eine gewisse Unsicherheit sorgen, stellt die Bank Wegelin fest. Längerfristig aber dürfte sich das Programm wohl auszahlen, was von den Investoren stärker gewichtet werden sollte.
ra/ps

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