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(Meldung aktualisiert und ergänzt)
Zürich (awp) - Die Swiss-Life-Aktien stehen am Mittwochmorgen in einem schwachen Gesamtmarkt markant unter Druck. Marktbeobachter führen die Abgaben vor allem auf das im Vergleich mit den Durchschnittserwartungen für das Betriebsergebnis schwache Abschneiden des Lebensversicherers zurück. Angesichts der Avancen der Aktie nur schon im bisherigen Jahresverlauf seien so zahlreiche Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen geschritten, hiess es weiter. Zufrieden, teils positiv überrascht zeigen sich die Analysten in ihren Kommentaren hingegen mit der vorgeschlagenen Dividende.
Bis um 11.40 Uhr verlieren Swiss Life um 5,6% auf 143,70 CHF (bisheriges Tagestief: 143,30 CHF). Der Gesamtmarkt gemessen am SPI gibt um 1,0% nach.
Die Analysten bleiben in ihren ersten Kommentaren bezüglich der vorgelegten Ergebnisqualität in der Tendenz etwas zurückhaltend. Das Resultat habe zwar auf Stufe Reingewinn die Erwartungen übertroffen, die Qualität sei allerdings eher bescheiden, schreibt beispielsweise die Vontobel. Die Bank Wegelin sieht einen "etwas durchzogenen" Ausweis. Insbesondere der tiefer als erwartet ausgefallene Betriebsgewinn habe Erklärungsbedarf. Auch für die CS präsentiert sich das Betriebsergebnis auf den ersten Blick "eher schwach".
Positiver geben sich in einer ersten Einschätzung insbesondere Kepler, die WestLB sowie Helvea und - allerdings etwas weniger stark - die ZKB und die Deutsche Bank. Kepler-Analyst Fabrizio Croce spricht von einen "starken" Resultat, ebenso Thomas Noack von der WestLB mit "Ergebnissen über Erwartungen". Für Tim Dawson von Helvea trägt die Restrukturierung Früchte. Die ZKB beurteilt den Abschluss als "solide" und die Deutsche Bank als "robust".
Für Vontobel ist das unter den Prognosen ausgefallene Betriebsergebnis insbesondere auf tiefere Einnahmen in der Schweiz sowie in den übrigen Aktivitäten zurückzuführen. Die CS führt die Einmalbelastung in Frankreich in Höhe von 80 Mio CHF als Folge der Anhebung des Rentenalters als Grund für das unter den Erwartungen ausgefallene Betriebsergebnis an.
Der Reingewinn habe dagegen von einer tiefer als erwartet ausgefallen Steuerrate sowie von einem höheren Investment-Ergebnis profitiert, schreibt Vontobel weiter.
Erfreulich ist im Urteil der ZKB, dass vor allem weitere deutliche operative Fortschritte erzielt wurden und sich das Milestone-Restrukturierungsprogramm wie von Swiss Life in Aussicht gestellt positiv entwickelt. Ebenfalls positiv sei die Margenentwicklung im Neugeschäft. Auch Noack von der WestLB und Dawson von Helvea heben die operativen Fortschritte heraus.
Für Croce von Kepler scheint das Unternehmen wieder in Form gekommen zu sein. Das "cross boarder"-Geschäft habe die beste Entwicklung seit fünf Jahren verzeichnet. Zusammen mit der Stabilisierung des Lebensversicherungsgeschäftes sei dies stark positiv. Er schätze, dass der Lebensversicherer zurück zu seinen Wurzeln gefunden habe. Dawson von Helvea betont die Anstrengungen, die Auswirkungen von Zinsveränderungen abzufedern und den zunehmenden Beitrag des Milestone-Programms.
Unisono gelobt wird dagegen die deutlich höhere Dividende. Dies zeuge von der zuversichtlichen Zukunftseinschätzung des Versicherers, so Vontobel.
Was die Einschätzung der Aktie anbetrifft, so sei es für höhere Kurse noch zu früh, urteilen mehrere Analysten. Dies, obwohl die Aktie relativ günstig sei. So ist beispielsweise für die Deutsche Bank (Hold/Kursziel: 160 CHF) der Bewertungsunterschied noch nicht gross genug, um eine positivere Einschätzung zu abzugeben.
Auch die CS (Neutral/167 CHF) sieht wenig Grund, "bullish" zu werden. Swiss Life sei stärker als Branchennachbarn niedrigen Renditen und dem Schweizer Franken ausgesetzt. Den treibenden Einfluss des Zinsumfeldes betont auch die WestLB (Neutral).
Auf der negativeren Seite bleibt Kepler bei der Einschätzung "Reduce" (Kursziel: 123 CHF). Den Gegenpol bildet die Bank Vontobel, die Swiss Life mit "Buy" (185 CHF) bewertet. Helvea stuft die Titel als "Accululate" (172 CHF) ein.
rt/ra

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