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Zürich (awp) - Die Aktien von Swiss Re tendieren am Donnerstag nach gemischt ausgefallenen Jahreszahlen klar fester und setzen den zuletzt gesehenen Aufwärtstrend an der Börse fort. Der Rückversicherer hat zwar die Gewinnschätzungen der Analysten zumeist verfehlt und das Renditeziel für die Gruppe auf 12% festgelegt. Dagegen konnte die Bilanz weiter gestärkt werden und das "AA"-relevante Überschusskapital erfuhr einen starken Anstieg. Davon profitieren die Aktionäre mit einer auf 1 CHF von zuvor 10 Rappen je Aktie angehobenen Dividende.
Swiss Re haben die Kursgewinne bis am Mittag deutlich ausgebaut. Nachdem die Avancen zu Handelsbeginn rund ein halbes Prozent ausmachten, legen die Papiere gegen 13.30 Uhr um 3,6% auf 48,42 (Tageshöchstkurs: 48,85) CHF mittlerweile deutlich zu. Das Volumen liegt mit fast 2,6 Mio gehandelten Aktien bereits zu diesem Zeitpunkt über dem Tagesdurchschnitt der letzten Wochen. Der Gesamtmarkt (SMI) steigt derweil um 0,86% in die Höhe.
Somit können die Swiss-Re-Aktien die zuletzt gesehene Erholung fortsetzen. Am Montag vor einer Woche sind die Titel noch mit einem Kurs von knapp 43 CHF aus dem Handel gegangen. Nun profitieren die Aktien von der deutlich verbesserten Kapitalsituation der Gruppe. Vor einem Jahr musste der US-Investor Warren Buffett dem angeschlagenen Rückversicherer noch mit 3 Mrd CHF in Form einer Wandelanleihe unter die Arme greifen.
Swiss Re sei der Turnaround nach dem Schiffbruch während der Finanzkrise nun scheinbar geglückt, schreiben die Autoren der Bank Wegelin. Georg Marti von der ZKB bezeichnet die Kennzahlen für 2009 als solide. Das Nichtlebengeschäft sei erwartungsgemäss in einer guten Verfassung, dagegen habe Swiss Re im Lebengeschäft etwas enttäuscht.
Im Zentrum des Interesses standen allerdings weniger die Zahlen aus der Erfolgsrechnung, sondern vielmehr die Kapitalausstattung. Die Gruppe weise eine starke Eigenmittelausstattung aus, meint Georg Marti dazu. Als Folge davon könne eine höhere Dividende bezahlt werden. Die Bank Wegelin fügte an, dass Swiss Re mit der erfreulichen Erhöhung des Überschusskapitals der Wiedererlangung des überaus wichtigen AA-Kreditratings einen Schritt näher gekommen sei. Gemäss Stefan Schürmann von der Bank Vontobel ist es nur noch eine Frage von Monaten, bis es soweit ist.
Dank der stark verbesserten Kapitalsituation dürfte die Rückzahlung der Berkshire-Anleihe ab März 2011 möglich sein, meint William Hawkins von Keefe, Bruyette & Woods. Bis dahin hat Swiss Re Zeit das dafür nötige Geld bereitzustellen. Zur Rückzahlung stehen inklusive einer Prämie insgesamt 3,6 Mrd CHF an.
Das neue Renditeziel von 12% - für das Kerngeschäft gelten nach wie vor die Anfang 2008 genannten 14% - dürfte zwar von einigen Anlegern kritisiert werden, so die Wegelin-Autoren weiter. Allerdings müsse beachtet werden, dass wenn mit weniger Risiko operiert werden soll, auch sinkende Renditen zu erwarten seien.
Stefan Schürmann sieht die Erreichung des neuen Renditeziels im gegenwärtigen Umfeld gar als Herausforderung. Er rechnet für die Geschäftsjahre 2010/11 mit 9 bis 9,5% Eigenkapitalrendite. Das Ziel soll den Anlegern als Richtlinie zur Bewertung der Aktien dienen, schreibt Tim Dawson von Helvea. Allerdings könnte die Guidance aufgrund rückläufiger Geschäftsvolumen verfehlt werden.
Fabrizio Croce bezeichnet das Renditeziel gar als "reine Fantasievorstellung". Auch betreffend Wiedererlangung des AA-Ratings ist Croce skeptisch: Dies sei nicht vor 2011 zu erwarten.
mk/ch

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