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Zürich (awp) - Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re sind am Montagmorgen erneut stark unter Druck gekommen, nachdem die Titel bereits am Freitag deutlich an Wert verloren hatten. Die Titel des Rückversicherer verlieren mit Blick auf die Erdbeben-Katastrophe in Japan und den daraus erwarteten sehr hohen Schäden für die Versicherungsindustrie an Wert. Um abschätzen zu können, wie stark die Swiss-Re-Rechnung durch die Katastrophe belastet wird, ist es allerdings noch zu früh.
Bis um 09.10 Uhr geben Swiss Re um 3,1% auf 50,05 CHF nach, nachdem sie am Freitag um 3,5% zurückgenommen wurden. Zu Handelsbeginn am Montag sind die Titel auf einen Tiefstwert von 48,70 CHF abgerutscht. Auf diesem Niveau kursierten Swiss Re zuletzt Anfang Dezember 2010. Der Gesamtmarkt (SMI) gibt derweil um 0,75% nach.
Unter den Auswirkungen der Beben in Japan haben auch andere Rückversicherer stark zu leiden. So geben etwa die deutschen Konkurrenten Munich Re um 3,6% und Hannover Re um 5,2% nach.
Das Schadensausmass in Japan für die Versicherungsindustrie ist nach wie vor kaum abschätzbar, die Unsicherheiten sind dementsprechend gross. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden, die durch das Erdbeben alleine an Gebäuden verursacht wurden, auf bis zu 35 Mrd USD. Darin seien die Folgen des Tsunami allerdings noch nicht enthalten.
Dabei dürften die Tsunami-Schäden diejenigen aus dem Erdbeben übertreffen, heisst es im Kommentar von Kepler-Analyst Fabrizio Croce. Der Katastrophe könnte insgesamt ein Schadenausmass von über 100 Mrd USD erreichen. Dabei sei zu erwähnen, dass der staatliche Fonds für Erdbebenrisiken in Japan Schäden an Häuser im Umfang von 40 Mrd USD absichert. Dieser Fonds sei nicht rückversichert. Unklar sei auch, ob die Betriebsausfälle von AKW von der Versicherungsindustrie gedeckt seien.
Unter den Rückversicherern dürfte Swiss Re in Japan am stärksten zu leiden haben, so die Meinung. Ausserdem sei das Unternehmen im ersten Quartal bereits vom dritten verheerenden Grossschaden getroffen worden und das Jahresbudget für Naturkatastrophenrisiken bereits aufgebraucht. Die Ereignisse hätten auf der Gegenseite aber den Vorteil, dass die Preise für Rückversicherungsdeckung steigen dürften. Bereits im April steht in Asien eine wichtige Erneuerungsrunde von Rückversicherungsverträgen an.
mk/ps

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