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Zürich (awp) - Die Titel der Medizinaltechnikerin Synthes notieren am Mittwoch klar fester. Grund ist ein - aufgrund der Spekulationen in jüngster Zeit - nicht ganz unerwartetes Übernahmeangebot des amerikanischen Pharma- und Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson (J&J). Der Synthes-Kurs steht jedoch deutlich unter dem Angebotspreis von 159 CHF. Gemäss der Vereinbarung wird J&J rund ein Drittel des Kaufpreises in bar entrichten und den Rest in eigenen Aktien. Der hohe Anteil von J+J-Aktien im Angebot dürfte denn auch für die nur leichte Annäherung an den Kaufpreis verantwortlich sein.
Um 10.50 Uhr stehen Synthes noch um 0,6% höher bei 147,30 CHF. Zu Handelsbeginn schnellte der Kurs auf fast 152 CHF hoch, ehe er in der Folge unter 150 CHF sank. Derzeit liegen Synthes um knapp 7,5% unter dem gebotenen Preis. Gehandelt wurden bislang 1,5 Mio Titel, was bereits klar über dem durchschnittlichen Tagesvolumen der vergangenen Wochen von 0,5 Mio Aktien liegt. Derweil notiert der Gesamtmarkt (SMI) mehr oder weniger unverändert.
Mit der heutigen Ankündigung seien die Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Synthes an Johnson & Johnson nun Realität, kommentieren die Marktbeobachter von Wegelin die Offerte. Die von Wegelin als "Medtech-Perle" bezeichnete Aktie dürfte nun aus dem SMI ausscheiden.
Vontobel-Analystin Carla Bänziger erwartet laut einem ersten Kommentar keine Gegenofferte, da J&J der "einzige industriell logische Käufer" sei. Bänziger erachtet den Kaufpreis als fair, auch wenn dem einige Marktteilnehmer vermutlich nicht zustimmen dürften, wie es heisst.
Die ZKB zeigt sich überrascht, dass Synthes verkauft wird, auch wenn sich dies in den letzten Tagen abgezeichnet habe. Der gebotene Preis sei eher am unteren Ende der Erwartungen. "Wir erwarten keinen weiteren Bieter und keine Erhöhung des Übernahmepreises, sondern dass der Deal zustande kommt", heisst es aber.
Händlern zufolge hat der hohe Aktienanteil an der Übernahmeofferte die Anleger jedoch leicht verstimmt, weshalb der Synthes-Kurs vorerst nicht auf den Angebotspreis von 159 CHF steige. Ausserdem gebe es noch Unklarheiten, wie die Transaktion über die Bühne gehen werde. Mit der am heutigen Nachmittag stattfindenden Telefonkonferenz könnten diese Unsicherheiten allenfalls beseitigt werden und zu einem verstärkten Kursanstieg führen, hiess es weiter.
mk/uh

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