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Zürich (awp) - Die Aktien der Zurich Financial Services AG zeigen sich am Freitagmorgen etwas schwächer als der Gesamtmarkt. Die Gruppe hat die Rückstellungen für Kreditausfälle auf ihrem Portfolio mit gewerblichen Immobilienkrediten in Grossbritannien und Irland um 330 Mio USD erhöht. Die Rückstellungen werden im Halbjahresergebnis verbucht. Analysten werten die Neuigkeit als leicht negativ, aber kaum überraschend.
Bis um 10.00 sinken ZFS um 0,5% auf 242,80 CHF, bei einem bisherigen Tagestief von 242,50 CHF. Der Gesamtmarkt, gemessen am SMI, steht indes knapp behauptet bei -0,3%.
Die Rückstellungserhöhungen seien "leicht negativ", heisst es bei der ZKB. Da die Rückstellungen aber vor allem im Zusammenhang mit den sich verschlechternden allgemeinen Verhältnissen an den Immobilienmärkten stünden, kämen sie nicht grundsätzlich überraschend. Bereits 2009 mussten Rückstellungserhöhung gemacht werden.
Obwohl der Rückstellungsdeckungsgrad mit der jüngsten Erhöhung weiter gestiegen sei, könnten zusätzliche Verstärkungen in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden, so die Analysten. Weitere Massnahmen dürften insbesondere auch von der weiteren allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängen, unter anderem von der Entwicklung der Arbeitslosenquote.
Die 330 USD würden den Q2- bzw. H1-Abschluss "massgeblich betreffen", so die ZKB-Analysten weiter. Auf der Basis ihrer bisherigen Schätzungen für den anstehenden Abschluss werde dadurch der Konzerngewinn im Q2 um über ein Drittel und im Halbjahr um knapp ein Fünftel reduziert.
Die Ankündigung könnte erneute Ängste über die Risiken in den Portfolios der Versicherungen aufkommen lassen und die seit Mai 2010 laufende Aufwärtsbewegung bei der Aktie gefährden, heisst es bei der Bank Vontobel. Nebst Immobilien-Risiken sorgten auch die regelmässig aufflammenden Befürchtungen über mögliche zukünftige Abschreibungen auf Staatspapieren für ein angespanntes Anlegerklima bei den Versicherungswerten.
Mit solchen Rückstellungsankündigungen dürfte sich dies wohl nicht so schnell ändern und es sei weiterhin mit Bewertungsab- und neuen Kursrückschlägen bei den Finanzaktien zu rechnen. Allerdings sollten nebst all den Risiken auch die Stärken des Unternehmens nicht ganz vergessen werden, mahnen die Beobachter von Wegelin. Der Konzern verfüge über eine solide Bilanz und ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell. Zudem habe die Versicherung die Krise vorbildlich gemeistert und könne sich voll und ganz auf den Geschäftsausbau konzentrieren.
ch/ra

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