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Zürich (awp) - Die Aktien des Versicherungskonzerns Zurich Financial Services (ZFS) haben am Dienstag ihre Abgaben aus dem frühen Geschäft ausgebaut und verlieren derzeit prozentual etwa genauso viel an Wert wie der Gesamtmarkt (SMI). Der Versicherungskonzern baut mit einer Kooperation mit der spanischen Bank Santander seine Geschäftstätigkeit in Lateinamerika aus. Analysten begrüssen die Transaktion in diesen Wachstumsmärkten.
Bis um 11.50 Uhr büssen die Papiere von ZFS um 1,1% auf 267,20 CHF ein, nachdem sie sich zu Handelsbeginn für kurze Zeit noch über der Marke von 269 CHF halten konnten. Bis zum Berichtszeitpunkt wurden rund 276'000 Aktien gehandelt, das durchschnittliche Tagesvolumen seit Jahresbeginn liegt bei knapp 700'000. Der Gesamtmarkt (SMI) gibt derzeit um 1,04% nach.
Im Handel und von Analysten wird der Zukauf der Zurich in Lateinamerika begrüsst. Er stehe im Einklang mit der angekündigten Strategie, das Versicherungsgeschäft in den Schwellenländern auszubauen, schreiben die Experten der Privatbank Wegelin. ZFS habe die Finanzkrise praktisch unbeschadet überstanden und könne sich so voll und ganz auf den Geschäftsausbau konzentrieren, was sich auf lange Sicht auszahlen dürfte.
Die Vertriebsvereinbarung verbessere die Position von ZFS im Bereich Lebensversicherung im wachsenden lateinamerikanischen Markt, vor allem in grössten Märkten Brasilien, Mexiko und Argentinien, schreibt Stefan Schürmann von der Bank Vontobel in seinem Kommentar. "Das Geschäft ist ein Beweis für die gesunde Bilanz von ZFS und den Ruf, eine gute Wachstumsgelegenheit sichern zu können."
ZFS unterstreiche mit der Transaktion die Absicht, die Geschäfte in Asien und Lateinamerika zu vergrössern, so Schürmann weiter. Damit verbessere sich das Wachstumsprofil sowie der Mix von Leben- und Nichtleben-Geschäft. Ausserdem habe ZFS darauf hingewiesen, dass sich der Kauf sofort positiv auf den Gewinn je Aktie und den Cash Flow auswirken werde.
Auch die Analysten der Bank Sarasin begrüssen den Wachstumsschritt in Lateinamerika. Damit baue die ZFS ihre Stellung in einem der weltweit attraktivsten Versicherungsmärkte aus. Dies sei ein weiterer Meilenstein in der Emerging-Markets-Strategie der Zurich. Nun erziele die Zurich im Lebengeschäft bereits rund 35% des Neugeschäfts in den Wachstumsmärkten.
Die Verstärkung der Geschäftsaktivitäten auf die stark wachsende Region Lateinamerika ist grundsätzlich zu begrüssen, meint Georg Marti von der ZKB. Die Zurich werde damit ihr bisheriges Standbein in dieser Region deutlich vergrössern können und von der Nummer 8 neu zur Nummer 4 aufsteigen. Der in der Transaktion bezahlte Preis weise aber bereits eine hohe Wachstumsprämie auf.
Auch Andreas Schaefer von WestLB erachtet den Ausbau des Geschäfts in Lateinamerika für ZFS als sinnvoll. Damit eröffne sich grosses Wachstumspotential und die Kapitallage von Zurich bleibe stark. Es sehe auch danach aus, als müsste die ZFS für den Kauf nicht einen zu hohen Preis bezahlen. Schaefer wird sowohl das Rating (derzeit "Add") als auch das Kursziel (270 CHF) überprüfen.
Die Bank Vontobel bestätigt die "Buy"-Empfehlung mit dem Kursziel von 310 CHF. Derweil hält die ZKB am Rating "Übergewichten" fest und die Bank Sarasin empfiehlt die Aktien zum "Kauf".
Zwar würden Versicherungsaktien immer noch gewisse Risiken aufweisen wie risikobehaftete Staatsanleihen in den Portfolios, zunehmende Regulierung, steigende Anzahl von Naturkatastrophen, schreiben die Wegelin-Autoren weiter. Während der Finanzkrise seien die Titel jedoch in "Sippenhaft" genommen worden, weshalb es sehr wahrscheinlich Nachholbedarf gebe. Die ZFS-Papiere seien zudem (noch) nicht sonderlich teuer bewertet und könnten somit die jüngste Kurserholung fortsetzen und in den Bereich von 300 CHF vorstossen, heisst es weiter.
mk/ra

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