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Die "Basler Zeitung" kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Besitzerwechsel im vergangenen November leitet der neue Verleger Moritz Suter eine Sanierungsrunde ein. In der Redaktion werden acht von neunzig Vollzeitstellen gestrichen.

Die wirtschaftliche Lage bei den Basler Zeitung Medien (BZM) erfordere diese Massnahme, teilte Suter zusammen mit Chefredaktor Markus Somm am Montag mit. Kosteneinsparungen seien "unumgänglich", um die Refinanzierung der BZM zu sichern und den Banken ein ausgeglichenes Budget vorzulegen.

Laut Medienmitteilung wurde für die acht betroffenen Mitarbeitenden ein Sozialplan ausgearbeitet. Weitere Informationen zum Thema gebe es nicht, hiess es.

Gewerkschaft will Diskussion über Zukunft der Zeitung

Die Gewerkschaft syndicom verlangte einen sofortigen Kündigungsstopp. Auch müssten die "wahren Besitzverhältnisse" offengeglegt werden. Es brauche eine offene Diskussion über die finanzielle Situation und die Zukunftsperspektiven der "Basler Zeitung" (BaZ).

Bereits vor zwei Jahren wurden bei der "BaZ" 22 Vollstellen gestrichen und acht Angestellte entlassen. Die damaligen Besitzer - die Familie Hagemann - begründete dies mit der Wirtschaftskrise und den sinkenden Erträgen.

Im Februar 2010 verkaufte die Familie Hagemann die Basler Zeitung Medien an den Financier Tito Tettamanti und den Basler Medienanwalt Martin Wagner. Diese setzten Markus Somm von der "Weltwoche" als neuen Chefredaktor ein. Zudem erteilten sie einer Firma von Christoph Blocher ein Beratungsmandat, was in der Region Basel einen Sturm der Entrüstung auslöste.

Schliesslich verkauften Tettamanti und Wagner die Basler Zeitung Medien an Crossair-Gründer Moritz Suter. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bekannt ist jedoch, dass sich im Druckereibereich über 100 Millionen Franken Schulden angehäuft haben.

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SDA-ATS