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Granit Xhaka äussert sich vor dem Heimspiel gegen Lettland gegenüber der Nachrichtenagentur sda erstmals ausführlich über die heftige Kritik nach seinem zweiten Platzverweis in der Premier League.

Der 24-jährige Arsenal-Mittelfeldspieler blickt auf schwierige Wochen zurück. Mit dem Londoner Star-Ensemble verlor er vier der letzten fünf Partien. Im Champions-League-Achtelfinal hatten Xhaka und Co. eine 2:10-Demütigung gegen Bayern München zu verdauen. "Wenn Arsenal dreimal in Folge nicht punktet, ist die Hölle los. Die Erwartungen sind gigantisch: Siege in der Meisterschaft, in der Champions League und im Cup! Bleiben sie aus, fällt die Kritik vernichtend aus - und zwar von überall her", zieht Xhaka im SDA-Interview Bilanz.

Zu schaffen machten ihm nicht nur die negativen Ergebnisse, die gegen ihn persönlich gerichteten verbalen Attacken setzten dem Schweizer zu. Er sei wegen seiner drei Spielsperren massiv unter Beschuss geraten. "Da durchfuhr mich die Angst, meinen Platz schlagartig zu verlieren. " Zweifel kamen auf und die Befürchtung, die weitere Laufbahn erheblich zu schädigen: "Der Trainer hätte ja auch sagen können, ich sei eine Belastung und gefährde den Erfolg. Er hätte mich rauswerfen können."

Zur Seite stand Xhaka in jener heiklen Phase einer, der sich auch im Nationalteam immer wieder für ihn starkmacht: der Juventus-Verteidiger Stephan Lichtsteiner. "Er hat mir geschrieben und mir seine Sicht der Lage geschildert. Einem jungen Spieler wie mir tat es enorm gut, von einem wie ihm Tipps zu erhalten."

Er habe zweifelsfrei den einen oder anderen Fehler begangen und sich weit ausserhalb des eigenen Strafraums im falschen Moment für ein Tackling entschieden. Der zweite Ausschluss wäre zu verhindern gewesen. "Die Aktion war völlig unnötig, ich wäre gut abgesichert gewesen von den Mitspielern."

Aber die Form gewisser Äusserungen hätten ihn enorm gestört: "Leute, die keine Ahnung haben, wie ich funktioniere, kanzelten mich ab und verunglimpften mich als dumm, dreckig und hirnlos!"

Gold wert war aus Sicht Xhakas das Signal von Wenger, der ihn unmittelbar nach Ablauf der Sanktion in München sofort wieder von Beginn weg nominiert hatte und den defensiven Spielmacher im Gegensatz zu vereinzelten TV-Experten nicht als Unruhefaktor ausmachte. "Mir hätte nichts Besseres passieren können als dieser Vertrauensbeweis von Arsène Wenger", sagt der 50-fache Internationale in der Retrospektive.

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SDA-ATS