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Beat "Paedu" Anliker, alias MC Anliker, Betreiber der Cafe Bar Mokka ist am Dienstagabend überraschend gestorben.

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Der Thuner Kulturveranstalter Pädu Anliker ist am Dienstagabend gestorben. Nach Angaben der Stadt Thun erlitt der 59-Jährige zu Hause einen Herzstillstand. Mit seinem Kulturlokal "Café Bar Mokka" genoss er Anerkennung im In- und Ausland.

Anliker ist erst kürzlich für sein langjähriges Engagement in der Kulturszene von der Stadt mit dem Thunpreis ausgezeichnet worden. Die Verleihung war auf kommenden Dienstag angesetzt. Die Feier soll dennoch stattfinden - allerdings unter ganz anderen Vorzeichen, wie der Thuner Stadtschreiber Remo Berlinger auf Anfrage sagte.

Anliker war seit drei Jahrzehnten die treibende Kraft hinter seinem Konzertlokal "Mokka". Mit dem "Möggu", wie die Thuner das Lokal liebevoll nennen, hievte Anliker die Stadt auf die Landkarte der wichtigen Konzertorte der Schweiz.

Bekannte Schweizer, aber auch internationale Musikgrössen, Slam-Poeten sowie andere Kunstschaffende treten regelmässig im Club auf oder spielen am Sommerfestival "AM SCHLUSS".

Der Musikkenner Anliker gab aber auch jungen Musiktalenten immer wieder die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln und war damit auch ein wichtiger Förderer der regionalen Musikszene.

Anliker, der sich gerne als MC, also Master of Ceremony, bezeichnete, war eine Art Stadtoriginal. Meist kettenbehangen, oft geschminkt und in auffälligen Kleidern mischte der langhaarige Hüne das beschauliche Stadtleben auf.

Pflegeleicht war Anliker nie. Immer wieder legte er sich mit den Behörden an, wenn es darum ging, der jungen Kultur genügend Spielraum zu verschaffen. Auf der "Mokka"-Homepage und in Zeitungskolumnen äusserte er sich auch stets pointiert zu gesellschaftlichen Themen.

"Alles kommt gut und anders zum Saisonstart 2016/17", betitelte Anliker seinen jüngsten Beitrag auf der Mokka-Homepage. Darin schreibt er, dass er nach einigen Pausen, zu denen er durch seinen Körper gezwungen wurde, nun wieder hart an der Arbeit sei.

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SDA-ATS