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Washington - Die USA führen ihren Anti-Terror-Kampf zunehmend im Verborgenen. Anders als im Irak und in Afghanistan setze Präsident Barack Obama bei neuen Operationen nicht auf den Hammer, sondern auf das Skalpell, dokumentiert die "New York Times".
Obama hat gemäss einem Zeitungsbericht "Schattenkriege" gegen Terroristen in Asien, Afrika und früheren Sowjetrepubliken deutlich verstärkt. In zahlreichen Ländern seien - von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt - neue geheimdienstliche und militärische Operationen gestartet worden.
"Was als verdeckter Krieg unter der Bush-Regierung begann, ist unter Präsident Obama ausgeweitet worden", schreibt die "New York Times". Praktisch jeder der "neuen, aggressiven Schritte" der US-Regierung finde im Verborgenen statt.
Konkret habe das Weisse Haus Drohnen-Angriffe in Pakistan deutlich verstärkt, Angriffe auf Al-Kaida-Mitglieder in Somalia autorisiert und grünes Licht für Geheimoperationen aus Kenia heraus gegeben. Gemeinsam mit europäischen Verbündeten seien Terrorgruppen in Nordafrika ausgehoben worden.
Das Pentagon habe zudem mit Hilfe von angeheuerten Privatfirmen Geheimdienstinformationen über Verstecke von militanten Extremisten in Pakistan gesammelt. Im Jemen sei eine Militärkampagne gestartet worden, die offiziell nie bestätigt wurde.
Verdeckter KriegDie Zeitung zitiert Regierungsmitarbeiter, die auf die Vorteile eines verdeckten Krieges gegen Al-Kaida und andere militante Gruppen verweisen. Die Erfahrungen in Afghanistan und im Irak seien mit Blick auf die Kosten ernüchternd für Politiker und Wähler.
Statt eines "Hammers" setze man nun auf das "Skalpell", sagte im Mai Obamas Spitzenberater im Anti-Terror-Krieg, John Brennan. Kritiker bemängeln allerdings, dass der US-Kongress zunehmend die Kontrollhoheit über die Anti-Terror-Einsätze verliere.

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SDA-ATS