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Die "Rundschau" des Schweizer Fernsehens hat am Mittwoch einen Ausschnitt aus einem Überwachungsvideo veröffentlicht, das einen Polizisten der Luzerner Polizei zeigt, der einen festgenommen Einbrecher mit Fusstritten gegen den Kopf traktiert.

Für den Luzerner Polizeikommandanten Beat Hensler ist dies ein Einzelfall, der sich nicht wiederholen darf. Der Vorfall soll sich laut "Rundschau" am 3. Juni 2013 kurz vor 4 Uhr morgens in einem Uhrengeschäft in Luzern ereignet haben.

Das Überwachungsvideo zeigt den fehlbaren Polizisten, der dem am Boden liegenden Einbrecher Fusstritte versetzt, ohne offenbar zu realisieren, dass eine Überwachungskamera im Gebäude seine Tat dokumentiert. Der Einbrecher hatte sich zuvor ergeben.

Bei diesem Gewaltübergriff handelt es sich um einen der 22 Vorfälle, welcher der unabhängige Administrativuntersuchungsleiter und Berner alt Oberrichter Jürg Sollberger im Auftrag von Regierungsrätin Yvonne Schärli gegenwärtig untersucht. Dies bestätigte Beat Hensler in der Sendung "Rundschau".

Polizist suspendiert

Erst am Dienstag hatte Sollberger einen Zwischenbericht vorgelegt, worin er festhielt, dass von den 22 Fällen etwa ein Drittel gravierend und ein Drittel Bagatellen seien.

Gegen den fehlbaren Polizisten läuft eine Strafuntersuchung. Der fehlbare Polizist sei, nachdem der Fall "seriös geprüft wurde", suspendiert worden, sagte Hensler.

In der Vergangenheit sei sicher der "eine oder andere Fehler" gemacht worden, räumte Hensler ein. Jetzt aber müssten Voraussetzungen geschaffen werden, dass keine solchen Fälle mehr passieren würden. Dieser Vorfall sei nicht repräsentativ für die Arbeit der Luzerner Polizei, so Hensler.

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SDA-ATS