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Mönchengladbachs Keeper Yann Sommer ordnet unmittelbar vor dem Start zum WM-Playoff gegen Nordirland in Belfast die zentralen Aspekte rund um das Schweizer Nationalteam ein.

Die langjährige Nummer 1 äussert sich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda zum hohen Druck und führt aus, wie die womöglich unangenehme Challenge zu bewältigen ist.

Yann Sommer, die direkte WM-Qualifikation hat die Schweizer Equipe wegen einer einzigen Niederlage gegen Europameister Portugal (0:2) verpasst. Nordirlands Coach Michael O'Neill vermutet, die SFV-Vertreter seien womöglich frustriert, den Vorstoss an die Endrunde nicht direkt geschafft zu haben. Enttäuschung hin, hohe Punktzahl her: In den kommenden 180 Minuten steht die Arbeit von knapp zweieinhalb Jahren auf dem Spiel.

"Ich mache mir persönlich nicht allzu viele Gedanken. Selbstverständlich weiss jeder, dass wir viel investiert haben, dass wir uns jahrelang darauf vorbereitet haben, das WM-Ziel zu erreichen. Wir haben eine starke Qualifikation hinter uns und uns eine gute internationale Position erarbeitet. Aber jetzt müssen wir das Blickfeld einengen - es geht um zwei Spiele, um 180 Minuten, um das Ticket nach Russland. Punkt."

Für die aktuellen Protagonisten sind Selbstzweifel kein Thema. Sie haben vor und während der Ausscheidungs-Kampagne immer betont, dass nur die vierte WM-Teilnahme in Folge gut genug sei - alles andere käme einem Scheitern gleich. Ist das weiterhin so?

"Ich glaube an diese Mannschaft, gar keine Frage. Aber wir müssen die an sich positive Qualifikation vergessen. Uns steht ein Duell mit einem unangenehmen Gegner bevor, der fightet, der Leidenschaft ins Spiel bringt. Eigentlich ist der Plan ein simpler: Wir müssen den Kampf annehmen und dank unserer Qualität eine Entscheidung zu unseren Gunsten erzwingen."

2005 hatte die Schweiz letztmals eine Barrage zu überstehen. Die Angelegenheit mit der Türkei nahm politische Dimensionen an und artete am Bosporus in hässlicher Manier aus. Prügel hat Petkovics Team nicht zu befürchten, aber womöglich spielen Faktoren eine Rolle, mit denen sich bislang niemand auseinandergesetzt hat.

"Wichtig ist, dass wir das Vorprogramm vergessen. Was war, interessiert niemanden mehr, das zählt ab sofort nicht mehr. Vor uns liegt eine neue Aufgabe, eine neue Challenge. Wir müssen dagegenhalten, uns wehren, Präsenz markieren. Man muss sich in den beiden Spielen clever verhalten. In gewissen Situationen ist der Ergebnisstand nicht unerheblich für unser Handeln. Spannend, aber schwierig - für beide Teams."

Die Nordiren haben über 50 Prozent ihrer Treffer nach Standardsituationen erzielt. Sie geben offen zu, lieber zu verteidigen, anstatt Ballbesitz anzustreben. Sie rühmen sich für ihr Spiel ohne Ball. Im Windsor Park haben sie in den letzten drei Jahren nur gegen den Weltmeister Deutschland verloren.

"Wir kennen ihren Stil, wir kennen ihre unerbittliche Härte im Zweikampf, ihren Stil mit den vielen langen Bällen. Bei ihren Standards, Kontern und Einwürfen ist höchste Bereitschaft gefordert. Wir müssen auf alles gefasst sein. Und gegen die Nordiren benötigt man wahrscheinlich Geduld, um sie zu knacken. Von uns ist Reife gefragt."

Für das nordirische Kader sind 15 Spieler nominiert, die ihr Geld im Alltag in der 2. oder 3. englischen Liga verdienen. Die Brechstange gehört in ihrem Fall zum beruflichen Bausatz. Das Gros der Kontrahenten spielt im internationalen Fussball keine Rolle.

"Uns interessiert überhaupt nicht, in welcher Liga sie spielen. Im Kollektiv sind die Nordiren stark. Das haben sie an der EM in Frankreich bewiesen. Wir tun gut daran, uns in erster Linie auf die eigenen Anliegen zu konzentrieren. In 180 Minuten ist nicht ausschlaggebend, ob einer in der 1. oder 2. Liga engagiert ist."

Im Team der Schweizer stecken enorm viel Turnier- und Länderspielerfahrungen. Die meisten der Tenöre sind in grossen Ligen und bekannten europäischen Klubs unter Vertrag. Mit Druck umzugehen, gehört bei ihnen zum business as usual.

"Wichtig ist speziell in dieser Lage, dass wir Führungsspieler Verantwortung und Ruhe vorleben. Die Geschichte hier muss man ruhig angehen, mit klarem Kopf, mit einem gewissen Mass an Sicherheit. Das können wir dem Team übermitteln. Ich mache mir in diesem Zusammenhang keine Sorgen. Ich freue mich auf diese Spiele!"

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SDA-ATS