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Über 10'000 Tennis-Fans haben am Montag in Lausanne das Schweizer Davis-Cup-Team gefeiert. "Das waren die verrücktesten 24 Stunden meiner Karriere," sagte Roger Federer vor der Menschenmenge beim Hafen von Lausanne-Ouchy. Die Begeisterung war grenzenlos.

"Wir waren zuerst fanatische Fans von Roger Federer und nun sehr glücklich, dass mit Stan Wawrinka ein Waadtländer mithelfen konnte, diese wunderbare Trophäe zu gewinnen", sagt ein ganz in Rot gekleideter Mann aus Oron VD, dem seine 70 Jahre nicht anzusehen sind.

"Das Davis-Cup-Team ist das beste Beispiel, wie der Röstigraben zugeschüttet werden kann", fügt er an - und seine Ehefrau, ebenfalls im Fan-Tenue, pflichtet ihm bei. Auf der Place de la Navigation drängten sich die hartgesottenen Fans schon um 14 Uhr vor der Bühne auf einem Lastwagen.

Kurz vor 16 Uhr ist kein Durchkommen mehr. Drei Männer und eine Frau öffnen die zweite Flasche Weisswein. Sie haben früher Feierabend gemacht, um das Schweizer Davis-Cup-Team zu empfangen.

Die Moderatoren heizen mit Sprechchören die Stimmung an. Immer wieder skandiert das Publikum: "On est les champions!" Neben der Bühne hat das Westschweizer Fernsehen (RTS) ein Pult aufgestellt.

Federer war auf der Alinghi-Jacht

Als Gesprächsgast ist auch der Genfer Unternehmer uns Alinghi-Patron Ernesto Bertarelli eingeladen, der auf seinen Einsatz wartet. Federer ist ein "sportif hors norme", ein aussergewöhnlicher Sportler, sagt der braungebrannte Milliardär.

Er kenne Federer ein wenig, da sie beide vor einigen Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten trainiert hatten. Bertarelli mit der Alinghi-Crew auf dem Wasser, Federer auf dem Tennisplatz.

Tennis habe er zwar nie gespielt mit Federer, sagt Bertarelli. Die frühere Nummer eins sei aber einmal auf die Jacht gekommen, und das nicht bloss als Zuschauer. "Wir haben ihn arbeiten lassen", erzählt Bertarelli.

Wawrinkas "Kindheitstraum"

Gerade als Bertarelli gegen 16.20 Uhr vor die Kamera tritt, schwillt der Lärmpegel an. Auf dem aufgestellten Grossbildschirm rechts der Bühne ist der Bus zu sehen, der das Davis-Cup-Team nach der Landung um 14.15 in Genf Cointrin nach Lausanne gefahren hatte.

Als erster betritt Teamchef Severin Lüthi um 16.27 Uhr die Bühne und stemmt den Pokal, auch als hässlichste Salatschüssel der Welt bekannt, in die Höhe. Darauf folgen Roger Federer, Stanislas Wawrinka, Marco Chiudinelli und Michael Lammer.

Die rund 10'000 Fans jubeln den Tennishelden frenetisch zu, die 24 Stunden nach dem Sieg ihre Sporttrikots einen schwarzen Anzug mit roter Krawatte getauscht haben. Wawrinka sprach von einem "Kindheitstraum, der in Erfüllung gegangen ist".

"Es war ein wunderbares Wochenende, die Stimmung fantastisch", sagte Federer. Die Feier fand als Hommage für Wawrinka in Lausanne statt. Der 29-Jährige wurde in Lausanne geboren und wuchs im Dorf Saint-Barthélemy rund 13 Kilometer nördlich von Lausanne auf.

Gratulationen aus Bundesbern

In der Romandie ist man stolz darauf, dass zwei wichtige Etappen gegen Kasachstan und Italien auf dem Weg zum Titel in Genf ausgetragen wurden. Bereits auf dem Rollfeld begrüsste die Genfer Staatsrätin Anne Emery-Torracinta die Spieler.

Der Feier in Lausanne wohnten die drei Waadtländer Staatsräte Philippe Leuba, Pierre-Yves Maillard und Béatrice Métraux sowie IOC-Präsident Thomas Bach bei. Auch aus Bundesbern gab es am Montag Gratulationen.

"Ich möchte dem Davis-Cup-Team ganz herzlich gratulieren und unsere grosse Anerkennung ausdrücken", sagte der abtretende NationalratspPräsident Ruedi Lustenberger (CVP/LU). Dass der Kleine, der Bescheidene, nach Jahren harter Arbeit schlussendlich gewonnen habe, mache diesen Sieg zu einem Gewinn für die ganze Schweiz.

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SDA-ATS