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In Locarno haben rund 1000 Personen am Samstag gegen die Entlassung von 34 Schweizer Mitarbeitenden der Schifffahrtsgesellschaft NLM (Navigazione Lago Maggiore) demonstriert. Seit letztem Sonntag streiken die Mitarbeiter.

Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI

(sda-ats)

Rund 1000 Personen haben am Samstag in Locarno bei einer Kundgebung ihre Sympathie für die 34 per Ende Jahr entlassenen Schweizer Angestellten der Schifffahrtsgesellschaft NLM bekundet. Die Angestellten befinden sich seit einer Woche im Streik.

Seit letzten Sonntag fallen alle Fährverbindungen im Schweizer Becken des Lago Maggiore aus. Am Samstag fuhr ein italienisches Schiff dennoch die Brissago-Inseln an, was von Gianluca Bianchi von der Gewerkschaft Unia als Provokation gewertet wurde.

In einem am Samstag gemeinsam von den Streikenden sowie den drei Gewerkschaften Unia, SEV und OCST veröffentlichten Communiqué wird einmal mehr verlangt, dass die Mitarbeiter wieder eingestellt werden. Die Entlassungen betreffen 14 Festangestellte und 20 während der Saison engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Der Grund für den Stellenabbau liegt auf der italienischer Seite: Ende Dezember 2016 hatten die Schweiz und Italien die Konzessionen für die beiden Schifffahrtsunternehmen auf dem Lago Maggiore und Lago di Lugano für die nächsten zehn Jahre erneuert.

In diesem Zusammenhang wurde zwar garantiert, dass beim bisherigen Fahrplanangebot und Personal keine Änderungen vorgenommen werden - allerdings nur bis Ende Dezember 2017.

Laut Angaben der NLM (Lago Maggiore) soll zusammen mit der SNL (Lago di Lugano) ein Konsortium gegründet werden, welches ab der kommenden Frühjahrssaison den Betrieb organisieren soll. Das Bundesamt für Verkehr hatte letzte Woche auf Nachfrage mitgeteilt, dass sich für die entlassenen Angestellten so eine neue "Perspektive" bieten könnte. Über das Konsortium soll Ende Juli informiert werden.

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SDA-ATS