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Der Arbeitslosenkasse des Kantons Waadt wurden seit dem Jahr 2013 von mehreren Kleinfirmen eine grosse Anzahl von fiktiven Angestellten gemeldet, um beim späteren Konkurs der Firmen an Insolvenzentschädigungen zu kommen. (Symbolbild)

Keystone/CHRISTOF SCHUERPF

(sda-ats)

Im Zusammenhang mit einem mutmasslichen Betrugsskandal, der die Waadtländer Arbeitslosenkasse zum Opfer gefallen ist, sind zwölf Firmenchefs und zwei Mitarbeiter der Unia in Untersuchungshaft genommen worden. Der Schaden wird auf drei Millionen Franken geschätzt.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt am Dienstag mit. Letzte Woche war bekannt geworden, dass die Arbeitslosenkasse des Kantons Waadt vermutlich Opfer eines Millionenbetrugs geworden ist. Die Staatsanwaltschaft der Waadt teilte damals mit, dass sie gegen rund zwanzig Baufirmen sowie zwei Angestellte der Gewerkschaft Unia ermittle.

Zwischen Dienstag und Donnerstag der vergangenen Woche waren in diesem Rahmen in mehreren Kantonen Hausdurchsuchungen durchgeführt und Personen festgenommen worden. Neben dem Kanton Waadt wurden die Behörden auch in Freiburg und Bern aktiv, wie die Waadtländer Staatsanwaltschaft nun bekannt gibt.

Laut bisherigen Erkenntnissen wurden der Arbeitslosenkasse seit dem Jahr 2013 durch diese Baufirmen eine grosse Anzahl von fiktiven Angestellten gemeldet, um beim späteren Konkurs der Firmen auf missbräuchliche Art an Insolvenzentschädigungen zu kommen.

Auf diese Art gingen der Kasse vermutlich drei Millionen verloren, wie die Staatsanwaltschaft schreibt. Die Gelder gingen laut neuesten Erkenntnissen an die Patrons der Kleinfirmen, an die zwei Gewerkschafts-Mitarbeiter sowie an die Personen, die der Arbeitslosenkasse als Angestellte gemeldet wurden, obwohl dies nicht den Tatsachen entsprach.

Die Unia teilte am Dienstag umgehend mit, dass sie die fristlose Entlassung der zwei beschuldigten Mitarbeiter eingeleitet habe. Diesen werde vorgeworfen, sich an Insolvenzgeldern der kantonalen Arbeitslosenkasse bereichert zu haben. Gegen die Gewerkschaft selbst werde jedoch nicht ermittelt, hält die Unia fest.

SDA-ATS

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